Ingrid Klimke und Bluetooth in Elmlohe für Louisdor-Preis qualifiziert

Bluetooth und Ingrid Klimke, Finale Nürnberger Burg-Pokal 2018

Bluetooth und Ingrid Klimke, Platz drei im Finale Nürnberger Burg-Pokal 2018 (© von Korff)

Für beide ist das Hotelzimmer in Frankfurt kurz vor Weihnachten beinahe schon eine Selbstverständlichkeit. Ingrid Klimke und Kira Wulferding haben beim Turnier in Elmlohe Bluetooth und Soirée d’Amour für das Finale um den Louisdor Preis 2019 qualifiziert.

Pensum übererfüllt! In Sachen Fleiß kann Bluetooth es mit seiner Reiterin Ingrid Klimke aufnehmen. Die hatte am Abend zuvor noch die Kür in Münster beim Turnier der Sieger gewonnen. Und bevor sie dort mit Franziskus siegte, war sie nachmittags noch mit ihren Buschpferden galoppieren. Schließlich steht ja die Vielseitigkeits-Europameisterschaft in Luhmühlen kurz bevor. Der Oldenburger Bordeaux-Sohn Bluetooth weilte derweil bereits unweit der Nordseeküste. Am Freitag hatte er in Elmlohe schon die Einlaufprüfung für die Qualifikation zum Louisdor-Preis für sich entschieden.

Bluetooth galoppiert auch mit den Buschpferden

Das Galopptraining der Vielseitigkeitspferde hatte der Oldenburger an diesem Wochenende also nicht mitmachen können. „Ansonsten ist er aber dabei, er ist nur nicht ganz so schnell wie die Buschpferde“, verriet Ingrid Klimke im Interview nach ihrem Ritt in Elmlohe. Das Pensum übererfüllt hatte Bluetooth in dem geforderten Kurz-Grand Prix insofern, als dass er 17 statt 15 Einerwechsel sprang. „Mein Fehler“, analysierte Ingrid Klimke anschließend, „da hatte ich ihn zu früh gelobt.“

Bluetooth gewann die Prüfung mit 73, 44 Prozent. Gelegentlich rutschte der große Braune mit der Stirn-Nasenlinie hinter die Senkrechte, monierte Fachkommentatorin Heike Kemmer, die jeden der 13 Ritte im Anschluss am Mikrofon Revue passieren ließ. „Aber ich ich bin mir sicher, dass Bluetooth mit Ingrid genau die richtige Reiterin hat, die ihn mit fortschreitender Ausbildung noch kräftiger und das Genick nach oben bekommen wird und ihn offener im Ganaschenwinkel vorstellen wird.“

Auch Ex-Bundeschampionesse Soirée d’Amour reist nach Frankfurt

Den zweiten Startplatz für das Finale im Louisdor-Preis am 22. Dezember in Frankfurt haben Kira Wulferding und Soirée d’Amour sicher (72,837 Prozent). Die ehemalige Bundeschampionesse reist dann in Stallbegleitung. Denn Ausbilderin Kira Wulferding hat auch für das Finale im Nürnberger Burg-Pokal ein Pferd dabei. Auf dem Gestüt Bonhomme konnte sie Bonita Springs qualifizieren mit dem bislang höchsten Ergebnis der laufenden Saison. In Elmlohe zeigte die hochbeinige San Amour-Stute sich in den Piaffen im Vergleich zu ihrem Auftritt in Bonhomme verbessert. Ganz bewusst legte Kira Wulferding die Lektion deutlich im Vorwärts an, damit die extrem hochbeinige Stute den Rhythmus halten konnte.

Dritte wurde Insa Hansen mit dem Rheinländer Rebroff v. Robbespierrot (71,395). Das Paar erhielt Achten für einige Piaffen und hatte lange Zeit geführt. Platz vier ging an den Spanier Borja Carracosa und den nächsten Bordeaux-Sohn in der Prüfung. Er hatte den Dunkelfuchs Bordeaux‘ Barolo mit nach Elmlohe gebracht (69,977).

Volles Programm in Elmlohe

Auf dem weitläufigen Areal in Elmlohe gibt es zwar kaum Handyempfang, dafür aber jede Menge Pferde. Auf mehreren Vierecken ging es an den Turniertagen vom einfachen Reiterwettbewerb bis zum Grand Prix. Im die Große Tour abschließenden Grand Prix Special war Marcus Hermes der unbestrittene Sieger. Mit dem Carabas-Sohn Cabanas erzielte er 74,353 Prozent. Er ist bei Hermes‘ Arbeitgebern, der Familie Baumgürtel auf dem Freiberger Hof zur Welt gekommen. Zweiter wurde Hendrik Lochthowe mit Brico Brione v. Breitling (70,843) vor Kathleen Keller und Standsfield (70,686).

Die Intermédiaire I sah wiederum Lochthowe als Sieger. Im Sattel von Damons Davian konnte er als einziger Starter die 70-Prozent-Grenze knacken (71,535).

Parcours: Großer Preis an Stephi de Boer

Acht Kombinationen waren im Großen Preis von Elmlohe ins Stechen gekommen. Fünf blieben hier fehlerfrei. Am schnellsten war Stephi de Boer mit Facebook. Der For Edition-Sohn war noch einmal 0,6 Sekunden schneller als Michael Kölz mit Anpowikapi v. Askari. Dritter wurde Simon Heineke mit Unbelievable v. Singulord Joter.

Außerdem wurden auch die Landesmeisterschaften des Pferdesportverbandes Hannover im Rahmen der 69. Elmloher Reitertage entschieden:

Reiter/innen Dressur
Gold: Elisa Prigge/ Dark Dancer (RFV Echem-Scharnebeck)
Silber: Maren Bentes/ Royal Sid (RFV Wolfsburg)
Bronze: Cora Jacobs/ Mellemhaves Copperfield (Ges. f. Jagdreiterei RV Westerode)

Amateure Dressur
Gold: Viola Hinsch/ Dondolo (RV Bispingen)
Silber: Antonia Sandbrink/ Eclipse OSF (RFV Päse)
Bronze: Linda von Glahn/ Quando (RV Beverstdedt)

Reiter Springen (Herren)
Gold: Harm Wiebusch/ Cherie (RV Fredenbeck)
Silber: Steffen Engfer/ Dapardie (RFSP Sieversen)
Bronze: Rene Dittmer/ Chaccofina (RV Harsefeld)

Reiter Springen (Damen)
Gold: Stephanie Böhe/Yoghi (PZRV Luhmühlen)
Silber: Maren Cordes/ Naomi (RV Elmlohe-Marschkamp)
Bronze: Annina Nordström/ Carinetta (RFSP Sieversen)

Amateure Springen
Gold: Hedda Roggenbruck/ Catwick (RV Aller-Weser)
Silber: Nicole Könemann/ Quasimodo (RFV Brüninghorstedt)
Bronze: Fabian Stöckmann/ Abby (RV Sottrum)

Alle Ergebnisse aus Elmlohe finden Sie hier.

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