Letzte Weltcup-Etappe an Daniel Bachmann Andersen, Helen Langehanenberg Zweite

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Daniel Bachmann Andersen auf Blue Hors Zack (© FEI/Leanjo de Koster)

Dieses Wochenende in ’s-Hertogenbosch (NED) wird der Däne Daniel Bachmann Andersen als ein ganz besonderes in Erinnerung behalten. Vier Prüfungen geritten, drei Siege und dreimal persönliches Bestergebnis erreicht. Und: die letzte Weltcup-Etappe gewonnen. Helen Langehanenberg wurde Zweite – und sicherte sich ein Ticket fürs Finale in Göteborg.

„Dan the Man“ – dieser Titel wurde dem Dänen und Chefbereiter des Gestüts Blue Hors, Daniel Bachmann Andersen, in ’s-Hertogenbosch zugedacht. Mit Blue Hors Zack setzte er sich in der Weltcup-Kür, der letzten Etappe vor dem Finale Anfang April in Göteborg, an die Spitze: Sieg mit 84,89 Prozent, neues persönliches Bestergebnis. Für das Paar der zweite Weltcup-Triumph nach dem Sieg beim Auftakt in Herning (DEN). „Heute hat er das Ding einfach gerockt und es hat sich so gut angefühlt, er hat so viel Kraft und jetzt kann er den Schwierigkeitsgrad der Kür wirklich aufsaugen“, sagte Daniel Bachmann Andersen im Anschluss über den 15-jährigen KWPN-Hengst v. Rousseau, der sechsjährig ein Auge aufgrund einer Verletzung verloren hat. „Das ist ein weiterer, wirklich wichtiger Moment in meiner Karriere.“
Auch in der CDI3*-Tour gab es kein Vorbeikommen an Bachmann Andersen, im Sattel von Blue Hors Don Olymbrio gewann er sowohl den Grand Prix als auch die Kür – in beiden Prüfungen mit der besten Bewertung bisher (78,848/84,195).

Selfie-Zeit: Sieger Daniel Bachmann Andersen mit seiner Frau Tiril Bachmann Anerud and Pfleger Robbie Sanderson (Foto: FEI/de Kostet)


Apropos Bestergebnis, darüber konnte sich auch Helen Langehanenberg mit Damsey freuen. „Das war die beste Prüfung, die wir bislang gezeigt haben“, freute sich die Reiterin und sagte, sie sei überwältigt von dem Gefühl, Damsey zu reiten. Mit 84,875 Prozent wurde das Paar belohnt und landete ganz knapp auf dem zweiten Platz. Von allen fünf Richtern gab es die Note zehn für den Schwierigkeitsgrad der Kür, für Damseys starken Schritt standen eine zehn und zweimal die Neun im Protokoll. Damit sicherten sich Helen Langehanenberg und Damsey ein Finalticket für Göteborg. Ebenfalls qualifiziert aus deutscher Sicht ist Dorothee Schneider, die im Ranking der Westeuropa-Liga auf Platz zwei liegt. Schneider hat die Etappe in ’s-Hertogenbosch nach dem Grand Prix vorzeitig beendet, weil sie vermutete, dass sich Sammy Davis jr. einen Infekt zugezogen hat – mittlerweile geht es dem 13-jährigen San Remo-Sohn schon wieder besser, wie sie auf ihrem Instagram-Account schreibt.

Große Freude bei Helen Langehanenberg auf Damsey (Foto: FEI/ de Kostet)

 

Isabell Werth komplettiert das deutsche Trio für Göteborg. Sie ist als Weltcup-Vorjahressiegerin automatisch gesetzt und hat sowohl Weihegold als auch Emilio qualifiziert. In ’s-Hertogenbosch hatte sie Emilio dabei, dem in der Kür kleinere Fehler unterliefen, 82,93 Prozent bedeuteten Platz drei. „Er hatte in den letzten Wochen etwas an Selbstvertrauen verloren, heute aber ging er wieder mit mehr Antritt nach vorne. Jetzt arbeite ich an einer neuen Kür für Emilio“, so Werth.
Hans Peter Minderhoud wurde mit Dream Boy Vierter (81,635) und setzte sich damit knapp vor Benjamin Werndl, der mit Daily Mirror ebenfalls auf ein „Wochenende der persönlichen Rekorde“ zurückblicken kann: Auch er erreichte erst im Grand Prix sein persönliches Bestergebnis (75,739) und wiederholte das dann in der Kür (81,630). „Meine erste Weltcup Saison hat alle meine Erwartungen deutlich übertroffen“, postete er in den Sozialen Medien. Im Weltcup-Ranking liegt er mit nur zwei Punkten Abstand hinter Dorothee Schneider auf Platz drei. 

Hier gibt’s alle Kür-Ergebnisse.

 

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