Leudelange: Deutsche Pony-Dressurreiter übermächtig, Auftaktsieg für Hendrik Lochthowe

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Hendrik Lochthowe und Bricco Barone auf dem Weg zum Sieg in der Intermédiaire A von Leudelange 2019. (© Equitaris/Tanja Becker)

Der Turnierauftakt beim CDI4* in Leudelange, Luxemburg, war ziemlich fest in deutscher Hand, besonders die Ponyreiterinnen konnten sich in Szene setzen. Aber nicht nur sie.

Bereits am Dienstag mussten die Pony-Reiter zur Teamaufgabe antreten. Obwohl sechs verschiedene Nationen am Start waren, gingen alle Schleifen nach Deutschland. Cornelia Endres‘ Truppe belegte die Plätze eins bis sieben.

Dabei gelang Johanna Kullmann und Champ of Class ein 75 Prozent-Sieg. Großes Pech für die noch nicht ganz 16-Jährige, für die es das letzte Ponyjahr ist: Champ of Class entwickelte eine allergische Hautreaktion in Leudelange, so dass sie an den weiteren Prüfungen nicht teilnehmen konnte. „Das war eine sehr schwere Entscheidung“, schreibt Johanna auf ihrer Instagram-Seite, aber: „Sein Wohl steht für uns alle immer im Vordergrund.“ Und sie freut sich, dass sie für die Europameisterschaften erste Reserve ist auf der Liste der Nominierten.

Auf den Plätzen folgten in der Teamaufgabe Shona Benner mit Der kleine Sunnyboy (74,619 Prozent), Lana Pinou Baumgürtel mit Massimiliano (74,571), dem Pony, dem schon ihre Schwester Lucie-Anouk sieben EM-Goldmedaillen verdankt, Antonia Busch-Kuffner auf Daily Pleasure (74,429), Rose Oatley und Daddy Moon (72,571), Sophie Luisa Duen im Sattel von Del Estero (71,238) und Paulina von Wulffen auf Dujardin B (69,905).

Einzelaufgabe

Auch in der FEI-Einzelaufgabe für die Ponyreiter war kein Vorbeikommen an den ohne Johanna nur sechs Reiterinnen aus Deutschland. Den Sieg sicherten sich Lana-Pinou und Massimiliano mit 75,180 Prozent.

Dahinter konnte sich Rose Oatley auf Platz zwei schieben (74,955), gefolgt von Shona Benner (74,144), Antonia Busch-Kuffner (73,694), Sophie Luisa Duen (72,525) und Paulina von Wulffen (69,459).

Nur noch sechs Paare in der Kür

Die Kür fand dann fast ausschließlich mit deutscher Beteiligung statt. Lana-Pinou Baumgürtel war hier nicht mehr am Start. Platz eins holte Rose Oatley mit 78,650 Prozent. Antonia Busch-Kuffner sicherte sich die silberne Schleife (76,435). Dahinter konnte sich Paulina von Wulffen mit 75,30 Prozent als Dritte in Szene setzen, gefolgt von Shona Benner (74,710) und Sophie Luisa Duen (72,275).

Zwei Siege für Jessica Krieg

Die U25-Tour in Leudelange war fest in der Hand der Rheinländerin Jessica Krieg. Mit ihrem 14-jährigen Hannoveraner Sir Donnerhall-Sohn Special Edition gewann sie erst die Intermédiaire II mit 68,382 Prozent und dann auch den U25-Grand Prix, diesmal mit 66,103 Prozent.

Platz zwei ging jeweils an die in den Niederlanden stationierte Ungarin Jazmin Yom Tov auf der in den Niederlanden gezogenen Zodinde, die von Thamar Zweistra in den Sport gebracht worden war und seit vergangenem Jahr unter Yom Tov geht. Die 17-Jährige ist übrigens eine Schülerin von Anky van Grunsvens Ehemann Sjef Janssen. In der Intermédiaire II kam das Duo auf 67,676 Prozent, im Grand Prix waren es 65,692 Prozent.

Beide Reiterinnen hatten zwei Pferde in Leudelange am Start. Jessica Kriegs Pferd Nummer zwei war der ebenfalls hannoversch registrierte Scolari-Sohn Sergio Leone, mit dem sie in der Intermédiare II mit genau 66 Prozent Dritte wurde.

Jazmin Yom Tov stellte neben Zodinde auch den gekörten KWPN-Hengst Bojengel v. Uptown vor, den sie seit diesem Jahr auf Turnieren vorstellt und der bis 2015 noch mit Tommie Visser (NED) im Sattel erfolgreich in der kleinen Tour war. Das Paar teilte sich Platz vier in der Intermédiaire II mit dem US-Reiter Benjamin Ebeling, Sohn des Olympiareiters Jan Ebeling, im Sattel des BWP-Wallachs Illuster van de Kampert (beide 64,882).

Im Grand Prix konnte sich die Belgierin Alexa Fairchild auf der Hannoveraner Stute Romy v. Rousseau auf den dritten Platz schieben (65,462). Jessica Krieg und Sergio Leone landeten mit 64,538 Prozent dahinter, gefolgt von Jazmin Yom Tov und Bojengel mit 63,641 Prozent.

Intermediaire A an Hendrik Lochthowe

Ihren ersten Sieg in einer Prüfung mit Piaffe und Passage konnten Hendrik Lochthowe und der zehnjährige Hannoveraner Hengst Bricco Barone v. Bertoli W feiern. Mit 69, 971 Prozent setzten sie sich in der Intermédiaire A gegen Uwe Schwanz auf dem dänischen Hengst Rockson v. Rockefeller durch (69,735). Dritte wurde mit Kristine Möller eine Vertreterin der Luxemburger Gastgeber. Sie saß im Sattel des Trakehners Hamilton v. Distelzar (67,618).

Alle Ergebnisse aus Leudelange finden Sie hier.

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