Maimarkt-Turnier 2021: Dressur, Springen und Para-Dressur geplant

062 Frie Simone Blum – DSP Alice

Simone Blum und Alice, hier beim Mannheimer Maimarkt-Turnier 2019. (© Frieler)

Keine Zuschauer, weniger Pferde und drei separate Veranstaltungen – das Mannheimer Maimarkt-Turnier 2021 wird anders ablaufen als gewohnt. Aber: Es soll stattfinden!

Schon im Januar machte Turnierchef Peter Hofmann deutlich, dass er die traditionsreiche Veranstaltung auch dann durchführen möchte, wenn die namensgebende Maimarkt-Ausstellung ausfallen muss. Dieses Vorhaben bestätigte er nun noch einmal im Gespräch mit der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“. Bisher hätten schon zahlreiche prominente Reiter ihre Teilnahme zugesagt, darunter Simone Blum, Ludger Beerbaum und sein Team, Christian Ahlmann, Marcus Ehning … Auch in der Dressur haben sich mit Isabell Werth und Dorothee Schneider bereits zwei große Namen angekündigt.

Der neuen Herausforderung  – neben der Corona-Pandemie sorgt nun auch der Herpes-Ausbruch für weitere Einschränkungen – sieht Peter Hofmann sich gut gewachsen. Nach Rücksprache mit dem Weltreiterverband FEI sei bereits ein Hygienekonzept für die Pferde aufgestellt worden. Dazu zählten unter anderem regelmäßiges Fiebermessen und Gesundheitskontrollen, auch schon vor der Anreise. „Man muss die Pferde separieren können, daran hat es in Valencia, wo das Virus ausbrach, gefehlt. Das ist uns eine Warnung“, wird Hofmann außerdem in der Rheinpfalz zitiert.

Da in diesem Jahr deutlich weniger Pferde starten dürfen, können die großen Stallzelte mit jeweils nur acht Boxen belegt werden. Dies sei wegen der Corona-Kontakbeschränkungen sowieso schon so geplant gewesen. Alle Teilnehmer, Helfer und Mitarbeiter müssen täglich Schnelltests machen. Die zusätzlichen Kosten sollen teils von den Sponsoren abgefangen werden, aber auch die Reiter wollen sich daran beteiligen. „Klar, los, wir wollen reiten!“, sei die Antwort von Aktivensprechen Holger Wulschner auf eine entsprechende Anfrage des Turnierchefs gewesen.

Verteilt auf drei Termine

Der ursprüngliche Termin bleibt bestehen. Allerdings werden die internationalen Dressur- und Springprüfungen auf Vier-Sterne-Niveau nicht mehr parallel ausgetragen. Vom 28. bis 30. April soll zunächst die Dressur inklusive Nürnberger Burg-Pokal dran sein. Anschließend wird das gesamte Arial desinfiziert, damit dann vom 2. bis 4. Mai die Springen stattfinden können. Sportlicher Höhepunkt wird dann die Badenia, der mit 100.000 Euro dotierte Große Preis.

Auch die Para-Dressur, die zunächst aus Kapazitätsgründen abgesagt war, soll nun vom 7. bis 9. Mai ein eigenes Wochenende bekommen. Lediglich die Zuschauer müssen in 2021 leider zu Hause bleiben. Dennoch ist es Peter Hofmann wichtig, ein Zeichen für den Sport zu setzen.

Quelle: Die Rheinpfalz