Mannheim: Kür-Sieg für Isabell Werth, Bouten und Grimani im Burg-Pokal Finale, Becks gewinnt Piaff-Förderpreis

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Überlegener Sieg in der Grand Prix Kür von Mannheim 2019 für Isabell Werth und Don Johnson (© Frieler)

Wenig überraschend war das Ergebnis der Grand Prix Kür in Mannheim. Dafür waren die Nachwuchsprüfungen umso spannender – wenngleich sich am Ende diejenigen durchsetzten, die auch schon in den Einlaufprüfungen die Nase vorn hatten. Aber es waren knappe Entscheidungen.

An Isabell Werth und ihrem inzwischen 17-jährigen Hannoveraner Don Frederico-Sohn Don Johnson gab es nichts zu rütteln in der Kür. Sie waren das einzige Paar, das die 80 Prozent Marke knacken konnte. Genauer gesagt wurden es 82,80 Prozent.

Ein Riesenerfolg ist der zweite Platz für Matthias Bouten und den 13-jährigen KWPN-Hengst Boston v. Johnson mit 77,3 Prozent. Ausgebildet worden war der schöne Dunkelbraune von Hendrik Lochthowe. Als dieser sich entschied, den Georgihof der Familie Meggle zu verlassen, übernahm Matthias Bouten die Zügel.

Heute ließen sie Österreichs Victoria Max-Theurer auf ihrer Zukunftshoffnung Benaglio hinter sich. Der elfjährige Oldenburger Breitling W-Sohn geht seine erste internationale Grand Prix-Saison und kam in seiner ersten internationalen Kür prompt auf 75,476 Prozent. Er hat übrigens noch berühmte Halbgeschwister.

Zur Welt kam er auf dem Freiberger Hof der Familie Baumgürtel. Benaglios Mutter, die Trakehner Stute Rheia v. Partout-Consul brachte unter anderem die Vollgeschwister Cabanas und Callas, die beide von Carabas abstammen und beide von Marcus Hermes bis Grand Prix ausgebildet wurden. Sie gingen im selben Jahr beim Louisdor Preis mit.

Nürnberger Burg-Pokal-Qualifikation

Schreiner

Matthias Bouten und Grimani sind beim Finale des Nürnberger Burg-Pokals 2019 dabei! (© Schreiner)

Matthias Bouten konnte sich über die Ausbeute an diesem Wochenende nicht beschweren. Neben Rang zwei in der Kür gewann er beide Prüfungen des Nürnberger Burg-Pokals im Sattel des neunjährigen Trakehner Hengstes Grimani v. Gribaldi. In der eigentlichen Qualifikation kamen die beiden auf 74,366 Prozent und verwiesen Mannschaftsweltmeisterin Dorothee Schneider auf Rang zwei. Die hatte gleich zwei Eisen im Feuer, beide im Besitz des Gestüts Fohlenhof.

Das eine war der neunjährige Rheinländer Hengst Lord Fittipaldi v. Lord Loxley. Er wurde von den Richtern mit 74,024 Prozent bedacht und war damit Zweiter. „Schneider Nummer zwei“ war der achtjährige westfälische Fürstenball-Sohn Fürst Magic, der mit 71,341 Prozent Fünfter wurde.

Dazwischen schob sich an dritter Stelle Thomas Wagner auf dem neunjährigen Soliman de Hus-Sohn Soul Men mit 72,634 Prozent vor Victoria Max-Theurer auf dem achtjährigen Westfalen Valparaiso v. Vitalis (72,268).

Unter den Platzierten war auch eine ehemalige Finalistin der Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde, die siebenjährige Hannoveraner Stute Faviola v. Foundation. Wie schon in Ermelo saß auch diesmal die Piaff-Förderpreis Siegerin von 2013, Nadine Husenbeth, im Sattel. Faviola ist nach der Verabschiedung ihres Grand Prix-Pferdes Florida Husenbeths Hoffnungsträgerin. Schon in Ermelo gefielen die beiden mit harmonischen altersgerechten Runden. Nun haben sie den Sprung in die schwere Klasse geschafft. Heute wurde es Platz sieben mit 69,829 Prozent.

Piaff-Förderpreis

Apropos Piaff-Förderpreis – Mannheim war die erste Etappe dieser U25-Nachwuchsserie. Und es sieht so aus, als wolle Titelverteidigerin Jill-Marielle Becks sich auch dieses Jahr die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Für das Maimarkt-Turnier hatte sie allerdings nicht ihren EM- und Stuttgart-Partner Damon’s Satelite gesattelt, sondern dessen Vollschwester Damon’s Delorange.

Die Damon Hill-Tochter setzte sich mit 72,778 Prozent gegen den zehnjährigen Württemberger Hengst Sunfire v. San Amour mit Ann-Kathrin Lindner im Sattel durch. Für sie gab es 72,564 Prozent.

Rang drei ging mit 70,897 Prozent an Bianca Nowag – übrigens wie auch Jill-Marielle Becks eine Vertreterin der Deutsche Bank Reitsport-Akademie – im Sattel des zehnjährigen Sir Hohenstein v. Sir Donnerhall. Die Partnerschaft der beiden ist übrigens noch ganz frisch. Erst seit diesem Jahr reitet Nowag den Hannoveraner. In der internationalen U25-Tour im niederländischen Nieu en Sint Joosland waren sie schon einmal Vierte und einmal Fünfte gewesen.

Die weiteren Platzierten waren Ann-Christina Abbelen und Henny Hennessy (70,171), Lisa Horler im Sattel von James Dean (69,530), Hannah Cichos auf Dias de Rio (69,444) und Emma Glasmeyer mit Summerwine (68,803).

Alle Ergebnisse aus Mannheim finden Sie hier.

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