Martin Richenhagen for President?

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Martin Richenhagen (© www.sportfotos-lafrentz.de)

Drei Kandidaten haben sich zur Wahl gestellt, um die Nachfolge von Frank Kemperman als Vorsitzendem des FEI Dressurkomitees anzutreten.

Der Posten des Vorsitzenden im FEI Dressurkomitee wird ein Amt sein, das im Rahmen der FEI-Generalversammlung im November 2021 zur Wahl steht. Frank Kemperman, der ja unter anderem auch Turnierleiter des CHIO Aachen ist, hatte den Vorsitz seit 2009 inne und kann nicht mehr wiedergewählt werden.

Als Nachfolger sind laut der US-Website dressage-news.com nun drei Kandidaten im Gespräch:

  • der Däne Ulf Helgstrand, Vorsitzender Dänischen Reiterlichen Vereinigung, Vizepräsident der European Equestrian Federation und Vater des Dressurreiters und Pferdehändlers Andreas Helgstrand,
  • die Mexikanerin Maribel Alonso de Quinzaños (64), Fünf-Sterne-Richterin, die unter anderem von 2013 bis 2017 bereits dem FEI Dressurkomitee angehört hatte,
  • Martin Richenhagen (68), gebürtiger Deutscher, der in den USA beruflich Karriere gemacht hat (inzwischen allerdings pensioniert ist) und ansonsten sein Leben unter anderem dem Pferdesport gewidmet hat. Er war selbst im Sattel bis zur schweren Klasse unterwegs, saß als Richter bei internationalen Turnieren bis Vier-Sterne-Niveau am Viereck und hat unter anderem die deutschen Dressurreiter als Equipechef zu den Olympischen Spielen 2008 in Hongkong begleitet.

Dressage-news.com hatte mit Richenhagen gesprochen und ihn unter anderem zu seiner Vision befragt, die er als Vorsitzender des FEI-Dressurkomitees hätte, sollte er gewählt werden. Richenhagen erklärte, er wolle für eine bessere Abstimmung der verschiedenen Beteiligten des Dressursports sorgen, allen voran den Pferden, aber auch Reitern, Besitzern, Organisatoren, Medien, Richtern und Ausbildern. Er sagte: „Ich denke, sehr oft könnte man den Eindruck gewinnen, dass sie nicht miteinander reden.“

Zudem wolle er die Ausbildung der Richter verbessern. Schließlich verfüge man nun über die Technologie, die Fortbildung ermöglicht, ohne dass es gleich kostspielige persönliche Treffen geben müsse.

Auch sei es für ihn von Interesse, wissenschaftliche Untersuchungen durch Tierexperten voranzutreiben, die herausfinden sollen, was Pferde glücklich macht, wie man das erkennt und was es braucht, um dahin zu kommen.

Ursprünglich war auch die Olympiasiegerin von 1980, die Österreicherin Elisabeth Max-Theurer, als Kandidatin im Gespräch. Sie hat sich jedoch gegen die Kandidatur entschieden, weil sie als Mutter einer international reitenden Tochter, Victoria Max-Theurer, nicht neutral ist.