Mechelen: Adelinde Cornelissen gewinnt WDM-Grand Prix – mit VIDEO

Auch zwischen den Jahren wird Turnier geritten, an diesem Wochenende im belgischen Mechelen. Highlight auf dem Dressurviereck: die World Dressage Masters, die bestdotierte Dressurserie der Welt. Heute war der Qualifikations-Grand Prix und der ging an Hollands Nummer eins.

Adelinde Cornelissen und der bald 18 Jahre alte KWPN-Wallach Parzival von Jazz siegten mit 77,740 Prozent. Allerdings waren die Richter sich alles andere als einig, wie die Vorstellung der beiden zu bewerten sei. Jacques van Daele (BEL) bei B sah sie gar bei 83,5 Prozent, während Peter Holler ihm gegenüber nur 74,60 Prozent vergab und das Paar auf Rang drei gesetzt hätte. Besonders in den versammelten Lektionen griff van Daele zu Höchstnoten. Eine 10 gab es beispielsweise für die zweifach bewertete Rechtspirouette. Cornelissen kommentierte hinterher selbst: „Er war schon einige Male in Mechelen, aber er war nicht völlig entspannt. Er war ein wenig ängstlich. Beim Einreiten war er noch okay, aber beim Antraben nach dem Halten sah er die Kamera bei C und dachte, ,Oh mein Gott!‘ und danach bekam er diese großen Augen und war ein wenig zu alarmiert. Ich hoffe, dass es morgen besser sein wird. Er hat ja nun alles gesehen.“

Platz zwei ging an den in Münster beheimateten Schweden Patrik Kittel auf Scandic. Der 15-jährige KWPN-Hengst v. Solos Carex-Amiral erhielt von Jacques van Daele eine 10 für die letzte Grußaufstellung und von mehreren Richtern Noten bis 9 für die doppelt zählenden Piaffen. Unter dem Strich kam er auf 77,140 Prozent.
Dritte wurde die holländische A-Kaderreiterin Danielle Heijkoop mit dem Gribaldi-Sohn Siro. Dieses Paar war das von Peter Holler wie auch von Mariette Sanders-Vangansewinkel favorisierte Duo für Platz eins. Das Gesamtergebnis lautete 75,640 Prozent. Auch Siro punktet mit seinen Piaffen, für die es sogar einmal eine 10 gab.
Rang vier belegte das einzige deutsche Paar im Starterfeld, Nadine Capellmann auf Girasol, auch dies eine Tochter des Gribaldi, aber diesmal aus Württemberger Zucht. Die beiden erwischten einen schlechten Start, gleich die erste Trabverstärkung misslang. Aber dann fingen sie sich und die Noten pendelten sich zwischen 6,5 und 8 ein, so dass am Ende 72,860 Prozent herauskamen.
Die weiteren Platzierten: 5. Jeroen Devroe (BEL) auf Eres (72,720 Prozent), 6. Jeanna Högberg mit Darcia (72,620), 7. Julie de Deken (BEL) auf Lucky Dance (70,960) und 8. Katja Gevers mit Thriller (70,420 Prozent).