München: Der Werndl-Nachwuchs sahnt ab

Ferdinand BB und Jessica von Bredow-Werndl 2018

Ferdinand BB und Jessica von Bredow-Werndl im Training in Aubenhausen. (© www.toffi-images.de)

Auf der Olympia-Reitanlage München-Riem fand am vergangenen Wochenende ein Dressurturnier mit Prüfungen bis Grand Prix statt. Abgeräumt haben die Geschwister Werndl.

Sie gewannen alle Prüfungen, die sie geritten sind. Das begann am Freitag mit dem Prix St. Georges, in dem Jessica von Bredow-Werndl mit dem achtjährigen Hannoveraner Wallach Sir Max v. St. Moritz Junior die Nase vorn hatte. Seit 2018 hat von Bredow-Werndl den eleganten Rappen unter dem Sattel, der zuvor mit Alexandra Sessler die deutschen Farben bei den Weltmeisterschaften der siebenjährigen Dressurpferde in Ermelo vertreten hatte. In München gewann er den Prix St. Georges unter seiner neuen Reiterin mit deutlichem Vorsprung: 76,403 Prozent zu 71,140 Prozent durch Jenny Renschler und den zwölfjährigen Oldenburger Flerino v. Florencio-Donnerschwee.

Sieg Nummer fünf für Discover

Am Nachmittag stellte Benjamin Werndl den sechsjährigen Rheinländer Discover v. Don Frederic-Ferragamo in der Dressurpferdeprüfung Klasse M vor und siegte mit einer Gesamtnote von 8,6, wobei Trab und Schritt den Richtern jeweils eine 9,0 wert waren.

Discover stammt aus der Zucht der Familie Borgmann, war 2016 in Mecklenburg gekört worden, ist aber inzwischen Wallach. Mit Sina Aringer im Sattel gewann der Fuchs 2017 Bronze auf dem Bundeschampionat bei den vierjährigen Reitpferden. 2018 wurde er über die Hofauktion der Familie Borgmann an Flora Keller verkauft, die Mäzenin von Benjamin Werndl. Der hat den schicken Fuchs seither in sieben Prüfungen vorgestellt, von denen sie fünf gewonnen haben und zweimal Zweite waren. München war Sieg Nummer fünf.

„Ferdl“ im Kommen

Jessica von Bredow-Werndl hatte noch ein zweites Eisen im Feuer in München: den zehnjährigen Hannoveraner Ferdinand BB, der wie unter anderem auch ihre Spitzenstute Dalera Beatrice Bürchler-Keller gehört, daher das „BB“. Der Florencio-Sohn steht schon seit seinen Remonte-Tagen in Aubenhausen und hatte 2018 seine ersten Auftritte in Prüfungen mit Piaffe und Passage.

Vor wenigen Wochen hatte er sich auf Gut Ising für das Finale im Louisdor-Preis qualifiziert. Die Formüberprüfung in München verlief ebenfalls nach Maß. Die Intermédiaire II gewann „Ferdl“ mit 76,711 Prozent vor dem erst achtjährigen dänischen Warmblüter Rockson (v. Rockefeller) unter Uwe Schwanz (74,316). In der S***-Prüfung am Sonntag, für die man sich über die Inter II qualifizieren musste, hatten sie ebenfalls die Nase vorn, diesmal mit 76,027 Prozent. Zweite wurde in Abwesenheit von Rockson und Uwe Schwanz die zwölfjährige Danone-Tochter Delos Royal unter Katharina Warmer (71,948).

Die Grand Prix-Prüfungen

Highlight des Wochenendes in München waren die beiden Grand Prix-Prüfungen inklusive Kür. Den Grand Prix sicherte sich Ulrike Kick im Sattel des 17-jährigen Rubin Royal-Sohnes Ruling Pedro mit 71,740 Prozent. Knapp geschlagen geben musste sich Franz Trischberger auf dem elfjährigen Dänen Zap Zap v. Zack aus der Zucht von Morten Thomsen mit 71,680 Prozent. Ebenfalls elfjährig ist der Hotline-Sohn Hermes, den Uwe Schwanz auf den dritten Platz ritt (71,420). Hermes war 2017 Finalist im Louisdor-Preis gewesen.

In der Kür war kein Vorbeikommen an Ferdinand Csaki auf dem 13-jährigen Hannoveraner Stedinger-Sohn Stevie Wonder. Im Grand Prix hatten sie sich mit 70,3 Prozent noch mit Rang sechs zufrieden geben müssen. Tags darauf gab es 78,825 Prozent. Zweiter wurde erneut Franz Trischberger auf Zap Zap mit 78 Prozent, gefolgt von Stefanie Schatz-Weihermüller im Sattel ihres bewährten Wunderkind (76,675).

Alle Ergebnisse aus München finden Sie hier.

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