München: Erster internationaler Grand Prix-Special sieg für Jessica von Bredow-Werndls Ferdinand BB

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Jessica von Bredow-Werndl und Ferdinand BB in München 2021 (© Hubert Fischer)

Viel internationale Turnierluft hat Jessica von Bredow-Werndls Ferdinand BB noch nicht geschnuppert. Die Pferd International in München ist erst das zweite CDI für das Paar. Heute gelang ihnen ein wegweisender Erfolg.

Gewonnen hatten Jessica von Bredow-Werndl und der zwölfjährige Florencio-Sohn Ferdinand BB bereits gestern den Grand Prix. Das allerdings trotz einiger Fehler und insgesamt nicht mit dem besten Tag. Das war heute ganz anders.

Zwar hatten die beiden auch heute „ein paar Ecken und Kanten“, wie die Reiterin hinterher selbst sagte (etwa die Zweierwechsel), aber insgesamt wirkte Ferdinand BB heute deutlich zufriedener im Maul, ließ los und Jessica von Bredow-Werndl kam zum Reiten. Highlights hatten die beiden in den Passagen – zumindest in weiten Teilen –, der starke Schritt und die Pirouetten. Alles in allem gab es 75,383 Prozent.

Jessica von Bredow-Werndl sagte nach ihrem Ritt:  „Gestern hatte er noch ein bisschen Frühlingsgefühle. Es waren ja nur wenige Turniere und das war das erste Mal draußen dieses Jahr. Heute konnte ich seine Energie viel besser kanalisieren.“

Die Mannschaftswelt- und -europameisterin setzt große Hoffnungen in den Louisdor-Preis Fünften 2019, der ja wie auch Dalera BB im Besitz von Beatrice Bürchler-Keller steht und von Jessica von Bredow-Werndl von der Pike auf ausgebildet wurde.

„Die Piaffen können wir noch besser. Aber die Passagen sind wie ein Metronom. Das fühlt sich sehr gut an. Ich glaube sehr an ihn. Mit mehr Kraft und Routine wird er noch an Souveränität gewinnen.“

Ein weiterer zweiter Platz für Dinja van Liere

Lediglich einer der fünf Richter, Christof Umbach, Chefrichter bei C, hatte Jessica von Bredow-Werndl nicht an erster Stelle. Er hatte die Niederländerin Dinja van Liere mit der neunjährigen KWPN-Stute Haute Couture an erster Stelle. Doch seine Kollegen ordneten die Connaisseur-Tochter hinter dem Siegerpaar ein. In Summe kamen die beiden auf 74,043 Prozent und belegten damit Rang zwei.

Für Dinja van Liere war das schon der dritte zweite Platz an diesem Wochenende nach dem Prix St. Georges gestern und dem Grand Prix. Heute morgen allerdings standen sie auch einmal ganz vorne, nämlich als van Liere mit dem gekörten Independent Little Me die Intermédiaire I vor Matthias Alexander Rath und Thiago gewannen.

Rang drei ging nach Österreich, an Timna Zach im Sattel des ebenfalls in den Niederlanden gezogenen Farant v. Spielberg mit 73,021 Prozent. Insgesamt wurden acht Paare platziert. Vierter wurde Matthias Bouten mit Boston (71,447), gefolgt von Ferdinand Csaki auf Stevie Wonder M (71,298), Renate Voglsang (AUT) im Sattel von Fürst Ferdinand Zur Fasanenhöhe (71,206), Franz Trischberger auf James Bond (70,702) und Hubertus Schmidt mit Beryll (70,234).

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