Munich Indoors: Mit neuer Kür zum Sieg

Bei der Grand Prix Kür in der Münchener Olympiahalle stellte Jessica von Bredow-Werndl ihre neue Kür vor. Und damit alle anderen Teilnehmer in den Schatten.

Die 28-jährige Jessica von Bredow-Werndl schaffte das, was ihr vor zwei Jahren schon einmal vor bayerischer Kulisse gelungen ist: Nach dem Sieg im Grand Prix holte sie auch in der Kür den ersten Platz. Mit dem 13-jährigen Unee BB v. Gribaldi zeigte sie eine Kür mit sehr hohen Anforderungen, wie beispielsweise Übergänge vom starken Galopp in die Piaffe. Auch innerhalb der Gangarten zeigte sie sehr viele Übergänge. Der KWPN-Hengst stand die ganze Prüfung über an den Hilfen seiner Reiterin, immer wieder gab es musikalisch untermalte Höhepunkte. Und das belohnten die Richter: Die Endnote für die A-Kader-Reiterin: 80,4 Prozent.

Mit beinahe fünf Prozent Abstand zur Erstplatzierten, wurde die Österreicherin Renate Voglsang mit ihrem Hengst Fabriano v. Florestan Zweite (75,950). Ihre Kür überzeugte vor allem durch die abwechslungsreiche Linienführung, der Wallach wurde aber in der Piaffe hinten etwas weit. Der Übergang von den Zweierwechseln zu den fliegenden Galoppwechseln von Sprung zu Sprung auf gebogener Linie gehörte zu den Höhepunkten der Vorstellung.

 Knapp dahinter mit 75,475 Prozent folgte der Zweitplatzierte aus dem Grand Prix: Benjamin Werndl mit Der Hit v. Del Gado. Die Vorstellung war sehr harmonisch, die Verstärkungen waren im Takt und mit deutlicher Rahmenerweiterung. Bei den ersten Zweierwechseln gab es Unsicherheiten, der 30-Jährige Bayer konnte das aber mit einer weiteren Folge zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgleichen. In den Piaffen nahm sich der elfjährige Oldenburger sehr auf, konnte das aber kraftmäßig noch nicht immer halten. Insgesamt bot die Vorstellung sehr viel Abwechslung, Pferd und Reiter bildeten die ganze Prüfung über ein Team.

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