Nach Querelen: Oliver Oelrich tritt sofort als Honorar-Bundestrainer zurück (UPDATE)

Oliver Oelrich und Rock Forever

Oliver Oelrich und Rock Forever (© www.toffi-images.de)

Heute ist Oliver Oelrich per sofortiger Wirkung von seiner Position als Honorartrainer beim Deutschen Olympiade Komitee für Reiterei (DOKR) zurückgetreten. Zuvor war dem Dressurreiter bedeutet worden, dass sein laufender Vertrag nicht über das Jahr 2020 hinaus verlängert werden würde. Trotz zwei Gesprächen konnte keine Einigung erzielt werden. Nun hat sich auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung zu Wort gemeldet.

In den vergangenen zehn Jahren hat Oliver Oelrich als Honorartrainer den Dressurnachwuchs für das Deutsche Olympiade Komitee für Reiterei (DOKR) betreut. Damit ist seit heute Schluss.
In einer Pressemitteilung schreibt Oelrich, „überraschender Weise sei ihm „in seinem letzten Trainergespräch ohne jedes Vorgespräch und ohne Nennung konkreter Gründe die Nicht Verlängerung seines zum 31.12.2020 auslaufenden Vertrages mitgeteilt“ worden. Der selbst im Dressursattel hocherfolgreiche Trainer verweist auf seine Erfolgsbilanz: „Fast 100 Medaillen konnte der Nachwuchsbereich in hervorragender Zusammenarbeit zwischen Reitern, Trainern, Eltern und der gesamten AG Nachwuchs des DOKR in den letzten Jahren gewinnen, wobei 2019 das bisher erfolgreichste Jahr überhaupt war“.

Gespräche konnten nichts klären

Zwei Gespräche hätten zwischen Oelrich und Beteiligten der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) stattgefunden. Beide brachten keine Einigung. Auch Bundestrainer Hans Heinrich Meyer zu Strohen sei dabei zugegen gewesen. Laut dem Trainer seien außer „persönlichen kommunikativen Schwierigkeiten mit einzelnen Personen des Seniorenbereichs“ kein weiterer Grund für die Nicht-Verlängerung des Vertragsverhältnisses angeführt worden. Oelrich schreibt weiterhin:
„Mir waren weder Probleme bekannt, noch wurde ein persönliches Gespräch gesucht um anscheinende Probleme zu besprechen und zu lösen. Ohne eine solche kommunikative Basis ist mir eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem DOKR nicht möglich. Ich hoffe auf Verständnis bei allen Aktiven, Eltern und weiteren Beteiligten und bedanke mich sehr für die über Jahre hinweg vertrauensvolle, spannende und auch erfolgreiche Zusammenarbeit.”
Oliver Oelrich, Lengerich

Update von der FN

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung hat sich nun in einer offiziellen Pressemitteilung ebenfalls zu der vorzeitigen Trennung von Oliver Oelrich geäußert:

Warendorf (fn-press). Zehn Jahre lang unterstützte Oliver Oelrich Nachwuchs-Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen erfolgreich bei der Betreuung der Junioren, Jungen Reiter und Children in der Dressur. Nun bat Oelrich um vorzeitige Beendigung der Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR).

„Unsere Zusammenarbeit war ursprünglich bis Ende des laufenden Jahres geplant. Wir haben Oliver Oelrich frühzeitig mitgeteilt, dass wir uns bereits jetzt für die Zeit nach 2020 im Trainerbereich Dressur neu ausrichten werden und in dieser neuen Ausrichtung ohne ihn planen“, sagte DOKR-Geschäftsführer Dr. Dennis Peiler. „Leider hat die Kommunikation zwischen ihm und dem DOKR zuletzt nicht mehr so funktioniert, wie es sich beide Seiten vorgestellt haben. Deshalb hat er uns mitgeteilt, dass er die Zusammenarbeit vorzeitig und mit sofortiger Wirkung beenden möchte. Diese Entscheidung akzeptieren wir.“

In seiner langjährigen Amtszeit als rechte Hand von Hans-Heinrich Meyer zu Strohen war Oelrich an unzähligen Medaillengewinnen der Junioren, Jungen Reiter und Children beteiligt. „Als Trainer hat er es immer wieder geschafft, talentierten Nachwuchsreitern mit ihren Pferden den Weg in den internationalen Sport zu ebnen. Für diese erfolgreiche Zusammenarbeit sind wir ihm dankbar. Wir wünschen Oliver Oelrich persönlich und sportlich als Trainer alles Gute“, sagte Dr. Dennis Peiler.“

Unterstützung von den Reitern

In den sozialen Netzwerken haben bereits viele bekannte Reiter auf die Neuigkeiten reagiert. Unter dem Hashtag #TeamOlli signalisieren sie ihre Unterstützung für den 47-Jährigen.

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