Nachwuchs-EM Pilisjaszfalu: Emily Rother ist Europameisterin der Children

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Emily Rother und Jasper sind Europameister der Children 2020. (© FEI/Lukasz Kowalski)

Schon fünf Medaillen haben die deutschen Nachwuchsreiterinnen bei den Europameisterschaften geholt – und bisher waren nur die Junioren und Children an der Reihe. Heute kamen dann Medaille Nummer sechs und sieben dazu. Emily Rother gewann die Einzelwertung der Children, ihre Teamkollegin Clara Paschertz holte Silber.

Für Emily Rother sind die Nachwuchs-Europameisterschaften im ungarischen Pilisjaszfalu ihr erstes internationales Turnier überhaupt. Und die 14-Jährige bewies heute wahre Nervenstärke! Als vorletzte Reiterin in der Einzelwertung der Children gelang ihr mit Jasper ein weitestgehend fehlerfreier Ritt, für den es starke 86,145 Prozent von den Richtern gab. „Emily ist eine sehr gefühlvolle Reiterin. Sie ist heute nochmal nach mutig vorne nach geritten und hat die Stärken ihres Pferdes herausgestellt“, sagte Trainerin Caroline Roost, die Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen in Ungarn unterstützt.

Auch die Reiterin selbst kam nach ihrem Ritt gar nicht mehr aus dem Strahlen heraus. Während sie in der Einlaufprüfung noch Teamkollegin Clara Paschertz den Vortritt hatte lassen müssen, lieferte Emily Rother schon in der Mannschaftsentscheidung das beste Einzelergebnis und trug damit maßgeblich zur Goldmedaille für das deutsche Trio bei.

Neu ist in diesem Jahr die Bewertung für die Children-Prüfungen. Eine gesonderte Note für das Reiten – sprich für Sitz, Einwirkung und Gesamteindruck – soll dafür sorgen, dass nicht nur die Qualität der Pferde über das Ergebnis entscheidet, sondern auch die reiterlichen Fähigkeiten entsprechend berücksichtigt werden. Und gerade in diesem Bereich konnte Emily Rother heute besonders punkten: 95,5 Prozent vergaben Annette Fransen Iacobaeus (SWE) und Trond Asmyr (NOR) als Teilnote. Für die technische Ausführung der Aufgabe schwankten die Noten zwischen 75,926 und 77,407 Prozent. Lediglich Katharina Wüst, Richterin bei C, sah Emily Rother und ihren Jazz Rubin-Nackommen Jasper nur auf Rang zwei.

Silber für Clara Paschertz

FEI/Lukasz Kowalski

Auf dem Podium wurde um die Wette gestrahlt! V.l.n.r.: Clara Paschertz (Silber), Emily Rother (Gold) und die Niederländerin Maura Knipscheer (Bronze). (© FEI/Lukasz Kowalski)

Der ging am Ende mit 81,355 Prozent an Clara Paschertz und Danubio. Die frischgebackene Vize-Europameisterin ist erst 13 Jahre alt und darf damit auch noch 2021 bei den Children mitreiten. Dennoch sind es bereits ihre zweiten Europameisterschaften, schon 2019 gewann sie in San Giovanni Gold mit der deutschen Mannschaft. Und auch der siebenjährige Danubio v. Dante Weltino ist kein ganz Unbekannter. Noch im letzten Jahr war der Oldenburger mit Sandra Kötter im Finale der sechsjährigen Dressurpferde auf dem Bundeschampionat am Start. Auch 2017 und 2018 konnte er in Warendorf schon Schleifen sammeln.

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Dass sie nun mit der Silbermedaille nach Hause fahren darf, verdankt Clara Paschertz aber vor allem ihrem guten Reiten. 89,5 Prozent gab es in diesem Bereich, die Noten für die technische Ausführung lagen allesamt bei etwa 73 Prozent, was „nur“ Platz vier gewesen wäre. Insgesamt eine tolle Leistung, wenn man bedenkt, dass es am Mittwoch für die 13-Jährige noch einen ziemlichen Schreckmoment gegeben hatte, als sie sich in der Siegerehrung unfreiwillig von ihrem Danubio trennte. „Aber ich bin bestens versorgt worden und mir geht es gut“, gab die Reiterin hinterher Entwarnung

Bronze gewann die ebenfalls schon EM-erfahrene Niederländerin Maura Knipscheer. Auf dem 15-jährigen Krack C-Sohn Amaretto ritt sie zu 80,940 Prozent.

Nicht ganz optimal lief es heute für Carolina Miesner und Angelina, die sich nach einigen Fehlern in der Galopptour auf Rang neun wiederfanden. 80,750 Prozent bekam die zierliche 14-Jährige für ihre reiterlichen Fähigkeiten. Im Bereich der technischen Ausführung schwankten die Bewertungen zwischen 69,259 und 71,852 Prozent.

Alle Ergebnisse von den Nachwuchs-Europameisterschaften finden Sie hier.

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