Odense: Erste Dressur-Weltcupetappe für Edward Gal

Edward Gal beim Weltcupsieg in Odense auf Voice.

(© Edward Gal beim Weltcupsieg in Odense auf Voice.)

Beinahe hätte Anna Kasprzak in der vom Unternehmen ihrer Familie gesponserten ersten Weltcupetappe in Oslo selbst den Sieg davongetragen. Doch Edward Gal wusste es mit seinem Zweitpferd zu verhindern.

Anders als im Grand Prix drehten der niederländische Mannschaftseuropameister Edward und sein holländischer De Niro-Sohn Voice heute eine fehlerfreie Runde. Lediglich bei den beiden Grußaufstellungen gab es Abzüge. Die 80-Prozent-Marke erreichten sie dennoch nicht. 78,80 Prozent reichten zum Sieg in Odense.

Anders als der Sieger hatte Anna Kasprzak auf ihr bestes Pferd gesetzt in der von Schuhfirma Ecco, hinter der ihre Mutter steht, gesponserten Prüfung, den 16-jährigen finnischen Donnerhall-Sohn Donnperignon, der ihr den internationalen Durchbruch verschafft hat, nachdem sie ihn 2011 von Christoph Koschel übernommen hatte. In Odense, sozusagen das Heimturnier der 23-jährigen Dänin, konnten sie nach dem Grand Prix vorweg galoppieren auf der Ehrenrunde. Aber in der Kür mussten sie dem holländischen Paar nach einer 77,1 Prozent-Runde den Vortritt lassen. Punkteinbußen hatte das Paar in den Piaffen und den Übergängen Piaffe-Passage. Für die Zeit, wenn „Pepe“ mal in Rente geht, hat Kapsrzak sich übrigens jüngst ein weiteres künftiges Grand Prix-Pferd aus Deutschland geholt, den Westfalen Rock Star.

Platz drei in der Kür ging nicht wie von vielen erwartet an Hans Peter Minderhoud mit dem wieder genesenen Oldenburger Hengst Romanov v. Rohdiamant – die beiden wurden heute Sechste (74,350) –, sondern an eine weitere Dänin, nämlich Agnete Kirk Thinggard auf dem zwölfjährigen Jojo AZ v. Ginus mit 76,250 Prozent.

Kathleen Keller und Daintree wurden mit 70,80 Prozent Elfte der Prüfung. Ganz vorne stand Keller allerdings in der zweiten Kür des Tages, jener der U25-Tour. Die konnte sie nämlich im Sattel von Dick Tracy mit 73,450 Prozent klar gewinnen. Der zweite deutsche Starter in Odense, Matthias Bouten auf Söhnlein Brilliant, trat in der Kür nicht mehr an.

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