Pony EM 2018: Moritz Treffinger auf den Spuren von Sönke Rothenberger

Erst fünfmal in der Geschichte der Pony-Dressureuropameisterschaften konnten Jungen einen Einzeltitel gewinnen, zuletzt Sönke Rothenberger, inzwischen Mannschaftsolympiasieger und -europameister. Nun hat er einen Nachfolger: Moritz Treffinger.

Der 15-jährige zelebriert seine ersten Europameisterschaften mit einem Durchmarsch nach dem nächsten auf seiner Stute Top Queen H. Schon in der Mannschaftsaufgabe hatte er das beste Ergebnis aller Teilnehmer. Diese Prüfung wurde genau wie die Einzelwertung an zwei Tagen Entschieden. Moritz war schon gestern dran – und lieferte mit 77,189 Prozent ein Ergebnis, an dem der Rest des Feldes sich die Zähne ausbiss.

Bei der Vergabe der Silber- und Bronzemedaillen gab es einiges hin und her. Ursprünglich stand Moritz‘ Teamkameradin Jana Lang nach einer 75,486 Prozent-Runde auf ihrem Cyrill neben ihm auf dem Silbertreppchen. Die Bronzemedaille wurde dem Dänen Alexander Yde Helgstrand umgehängt, der mit Adriano B knapp dahinter lag.

Doch dann nahmen die Dänen das Protokoll zur Hand und entdeckten, dass bei dem Sohn von Andreas Helgstrand ein Eingabefehler zu seinen Ungunsten gemacht worden war. Das Ergebnis wurde nachträglich nach oben korrigiert, Alexander darf die Silbermedaille mit nach Hause nehmen. Jana bleibt Bronze.

Knapp geschlagene Vierte wurde Julia Barbian mit Der Kleine König, der auf 74,216 Prozent gekommen war. Schade war das Ergebnis von Lucie-Anouk Baumgürtel, die bei den letzten beiden Europameisterschaften mit ihrem Massimiliano das Maß aller Dinge gewesen war, an das kein anderes Paar herankam. Doch schon in der Mannschaftsaufgabe blieben die beiden unter ihren Möglichkeiten. Und in der Einzelaufgabe fand Massimiliano den Turnierplatz von Bishop Burton anscheinend noch viel unheimlicher. Mit nur 64,270 Prozent endeten sie weit abgeschlagen. Für sie ist die EM damit zu Ende, die Kür findet ohne die Titelverteidiger statt.

Sophia Rössel auf Medaillenkurs in der Vielseitigkeit

Nach der Dressur hatte es noch so gut ausgesehen für die deutsche Vielseitigkeitsmannschaft mit drei Reiterinnen auf den ersten drei Plätzen. Doch heute im Gelände lief es nicht für alle rund. Deutschland fiel von Platz eins auf vier zurück. In Führung liegen die Briten mit 97 Minuspunkten vor Irland (99,50) und Frankreich (100,50). 122,60 Minuspunkte sind es beim deutschen Team.

Jana Lehmkuhl und Veith waren als Führende nach der Dressur ins Gelände gegangen, hatten aber eine Verweigerung an Hindernis 21b und dementsprechend noch einige Zeitfehler, so dass sie auf Platz 30 zurückfielen.

Die Preis der Besten Sieger Helena Bottermann und Nibelungenstern hatten zwar einen rabenschwarzen Dressurtag erwischt, waren im Gelände aber das einzige deutsche Paar ganz ohne Fehler. Sie arbeiteten sich von Rang 43 auf 21 vor.

Maxima Homola und Nutcracker hatten zwar keinen Spring-, dafür aber 22 Zeitfehler. Sie rutschten von einem aussichtsreichen dritten Platz auf Rang 26 zurück.

Auf dem Team hat aktuell Emily Roberg mit Sandro die besten Aussichten. Sie waren Zweite nach der Dressur und kamen mit 6,4 Zeitstrafpunkten ins Ziel des Cross, Platz sechs im derzeitigen Ranking.

In greifbarer Medaillennähe ist Einzelreiterin Sophia Rössel, die mit Camillo nach der Dressur Vierte war und sich gerade mal 3,6 Zeitfehler anrechnen lassen musste. So sind es nun 30,10 Minuspunkte und aktuell der dritte Platz für sie.

Alle Ergebnisse aus Bishop Burton finden Sie hier.

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