Salzburg: Werth gewinnt Weltcup-Kür, Werndl mit persönlicher Bestleistung

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Amadeus Horse Indoors Salzburg 2019

Isabell Werth und Emilio entschieden die Weltcup-Kür bei den Amadeus Horse Indoors 2019 in Salzburg für sich. (© Daniel Kaiser)

Das Weltcup-Turnier in Salzburg scheint Benjamin Werndl zu liegen! Zwar musste er heute erneut Isabell Werth den Vortritt lassen, aber dafür erreichte er mit Daily Mirror eine neue persönliche Bestleistung in der Kür. Im Großen Preis gab es einen Sieger aus Amerika.

Zum fünften Mal waren die Amadeus Horse Indoors in Salzburg in diesem Jahr Weltcup-Etappe für die Dressurreiter der Westeuropa-Liga. Es galt wichtige Punkte zu sammeln, um sich für das Finale zu qualifizieren, das im April 2020 in Las Vegas stattfindet. Wie schon bei der Premiere in 2015 ging der Sieg an Isabell Werth, die auf „Zweitpferd“ Emilio saß.

Der 13-jährige Westfale zeigte sich heute gut aufgelegt, vier von fünf Richter sahen das Paar auf Platz eins. Insgesamt kam das Paar auf 85,906 Prozent. „Ich bin sehr zufrieden mit Emilio, er hat sich nur einmal ganz kurz erschreckt, hat aber sonst hier in Salzburg sehr sichere und souveräne Runden gezeigt. Auch Madeleine geht es gut und damit ist am Ende alles gut ausgegangen“, lautete das Fazit der Siegerin. Madeleine Winter-Schulze, langjährige Mäzeninen von Isabell Werth, hatte sich nach einem Sturz in Salzburg den Oberschenkelhals gebrochen, ist aber bereits erfolgreich operiert worden.

Personal Best für Benjamin Werndl

Wie schon gestern im Grand Prix belegte Benjamin Werndl mit seinem 15-jährigen Daily Mirror Rang zwei. 84,705 Prozent gab es für die Kür der beiden – und damit eine neue persönliche Bestleistung. „Salzburg fühlt sich ein bisschen an wie ein Heimturnier, wir haben ja nur eine Fahrzeit von 50 Minuten hierher“, erzählte Werndl bei der anschließenden Pressekonferenz. Den realtiv geringen Punkteabstand zu Isabell Werth kommentierte er mit einem: „Das ist mein Lieblingsplatz … so dicht dran an Isabell.“ Da Werth als Vorjahressiegerin bereits für das Finale in Las Vegas qualifiziert ist, führt Benjamin Werndl das Zwischenranking der Westeuropa-Liga nach den ersten fünf Etappen nun vorläufig an.

Zweite im Ranking ist momentan Helen Langehanenberg, die sich mit Annabelle auf Platz vier verbessern konnte. Für die elfjährige Holsteiner Stute war es erst die zweite internationale Kür ihrer Karriere. Ende Oktober hatte sie im polnische Zakrzow ihre Weltcup-Premiere gegeben. Fast fünf Prozent Verbesserung – die Richter vergaben heute 78,15 Prozent – zeigen, wie viel Potenzial in „Mausi“ steckt.

Platz drei ging an die Österreicherin Victoria Max-Theurer und den elfjährigen Breitling W-Sohn Benaglio. Mit dem Fuchswallach kam sie auf 78,525 Prozent. “Ich habe nicht an ein Top drei-Ergebnis geglaubt, aber Benaglio und Rocky (Anm: Nachwuchspferd Rockabilly gewann den Grand Prix Special) haben so einen tollen Job gemacht hier in Salzburg. Ich bin unfassbar stolz auf meine beiden Pferde.“

Amerikanischer Sieg im Großen Preis

Fotoagentur Dill

Andrew Kocher (USA) und Squirt Gun gewannen den Großen Preis bei den Amadeus Horse Indoors 2019. (© Fotoagentur Dill)

Über einen neuen fahrbahren Untersatz durfte sich heute Andrew Kocher (USA) freuen. Ob er in seinem neuen Pickup den Heinweg über den großen Teich antreten wird, verriet er zwar nicht, freute sich aber dennoch über seinen Ehrenpreis: „Es ist großartig hier. Ich wusste gar nicht, dass es ein Auto zu gewinnen gab, sehr cool.“ Andrew „Andy“ Kocher kommt aus einer Pferdefamilie. Neben der sportlichen Karriere züchtet und verkauft der 36-Jährige auch erfolgreich Pferde. Für den Großen Preis hatte er den erst achtjährigen Oldenburger Squirt Gun v. Diarado gesattelt, der einst auf dem Gestüt Lewitz zur Welt kam.

Acht von 40 Startern hatten sich für das Stechen qualifizieren können. Mit der schnellsten Nullrunde in 39,54 Sekunden waren Kocher und Squirt Gun nicht zu schlagen. Nur zwei weitere Paare blieben auch in Runde zwei fehlerfrei: Das war zum einen der Belgier Wilm Vermeir mit Jacqmotte (0/41,26) und zum anderen die Britin Alexandra Thornton mit Cornetto K (0/43,30). Einzige deutsche Teilnehmer am Stechen waren Felix Haßmann und Cayenne, die nach zwei Abwürfen Sechste wurden.

Einen deutschen Erfolg hatte es gestern Abend im Indoor Derby gegeben, wo sich Calvin Böckmann mit Crunchip M unter anderem gegen Michael Jung durchsetzen konnte. Letzterer sprang mit Star Connection auf den dritten Platz.

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