Schwedisches Dressurteam ohne Patrik Kittel und Well Done la Roche

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Patrik Kittel vorm Richterhäuschen bei C stehend, Tokio Olympia 2021 (© www.st-georg.de)

Überraschung heute beim zweiten Training im Stadion: Die Schweden erschienen nur zu dritt. Therese Nilshagen und die Schwestern Antonia und Juliette Ramel kamen ins Stadion. Patrik Kittel kam auch, aber zu Fuß, in Bermudashorts statt Reithosen.

Für den schwedischen Dressurreiter Patrik Kittel haben die Olympischen Spiele ein Ende noch vor der Eröffnungsfeier. Beim zweiten Training der Mannschaften im Stadion am Tag vor der offiziellen Eröffnung in Tokio kamen lediglich drei Reiterinnen mit ihren Pferden in die Bahn. Therese Nilshagen mit Dante Weltino und die Schwestern Juliette und Antonia Ramel mit Buriel und Brother de Jeu trainierten. Kittel, das Coachphone in der Hand, stand bei C und unterstützte sein Team vom Boden aus.

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Auf-und-ab-Saison für Patrik Kittel

Das vorzeitige Aus bei Olympia passt zum Saisonverlauf der 13-jährigen Schweizer Stute. Zuletzt hatte die Fürstentraum-Tochter vier Siege in Le Mans und Compiegne verbuchen können. Anfang der Saison war sie im ungarischen Mariakalnok wegen Blut im Maul nach dem Schlussgruß der Prüfung von der Chefrichterin ausgeschlossen worden. Auf einen Start in Dubai verzichtete Kittel, weil er nicht ausschließen konnte, dass das Pferd vorm Abflug gen Arabien möglicherweise kontaminiertes Futter zu sich genommen hatte.

Direkt nach dem Training in Tokio gab sich Schwedens Equipechef Bo Jenå bedeckt: „Ja, es gibt einen Grund, aber den können wir jetzt nicht nennen.“ Am Abend solle es eine Verlautbarung geben.

Die ließ dann nicht lange auf sich warten: „Ich bin sehr traurig. Well Done ist gestern beim Training gestolpert. Eine kleine Verletzung hält uns vom Start bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio ab. Ich bin in meinem Tiefsten getroffen, aber Welly kommt immer an erster Stelle! Ich werde nun meine Schülerinnen und Mannschaftskameradinnen unterstützen bei der Ehre, Schweden in Tokio vertreten zu dürfen“, zitiert der schwedische Reiterverband Patrik Kittel in seiner Pressemitteilung.

Well Done la Roche und Patrik Kittel waren Vierte im Grand Prix der Weltmeisterschaften 2018 in Tryon und Fünfte im Grand Prix Special. Bei den Europameisterschaften in Rotterdam landete das Paar 2019 auf Platz elf im Grand Prix Special. Die Kür beendeten beide auf Position acht mit über 82 Prozent. Das schwedische Team hatte damals nach dem Ausfall der Britin Charlotte Dujardin Bronze gewonnen.

Ramel-Schwestern im Team

Antonia Ramel war ursprünglich als Reservereiterin vorgesehen. Mit dem KWPN-Wallach Brother de Jeu v. Vocie war die 36-Jährige in Le Mans Vierte im Grand Prix Special und Achte in der Kür. Ihre Schwester Juliette, 34, war mit Buriel in Rotterdam Zwölfte im Grand Prix Special und 13. im Kür-Finale.