Vidauban: Viele goldene Schleifen für Deutschland, vor allem für Familie Rothenberger

Während in der CDIO-Tour des Dressurturniers von Vidauban die Holländer im Nationenpreis triumphierten und Italiens Valentina Truppa mit Eremo del Castegno alle drei Prüfungen gewann, gab es in der CDI-Tour, bei den Junioren, Jungen Reitern und Ponys deutsche Erfolge zu vermelden.

Kein Land hatte seine stärksten Paare zum Nationenpreis nach Vidauban geschickt. So hatten die Holländer, die die einzigen beiden Mannschaftsmitglieder mit Bewertungen über 70 Prozent stellten, recht leichtes Spiel. Es ritten Tommie Visser auf Vingino (70,460), Laurens van Lieren mit Ulysses La Haya (70,060) und Diederik van Sildhout auf Arlando (69,30). Platz zwei ging nach Belgien, an Claufia Fassaert auf Donnerfee (69,540), Francoise Hologne-Joux mit Wodan (68,260), Philip Jorissen auf Le Beau (67,080) und Julie de Deken im Sattel von Lucky Dance (65,040). Platz drei war schwedisch besetzt, mit Cecilia Andrén Dorselius auf Lennox (69,340), Charlotte Haid Bindergaard mit Triviant (67,880) und Mads Hendeliowitz auf Weihenstephaner (67,400).

Nach Grand Prix und Special sicherten sich Valentina Truppa und Eremo del Castegno auch die Kür der CDIO-Tour mit 78,075 Prozent. Tommie Visser und Vingino belegten Rang zwei mit 77,225 Prozent und Claudia Fassaert wurde mit Donnerfee Dritte (74,40). Beste Deutsche war Sanneke Rothenberger mit Wolke Sieben auf Platz sechs (71,325).

Mit ihrem Toppferd Favourit konnte Sanneke sich im Grand Prix Special an die Spitze des Feldes. Die beiden waren das enizige Paar, das über 70 Prozent kam. Und auch sie lagen mit 70,020 nur hauchdünn darüber. Platz zwei ging an den Franzosen Bertrand Liegard auf Star Wars (67,412) vor seiner Landsmännin Anne Sophie Serre mit Rossini (66,412 Prozent). Bernadette Brune, sozusagen Gastgeberin auf der Anlage in Vidauban, wurde mit Valeron Fünfte im Special (66,588). Sanneke und Favouit hatten zuvor schon die Intermédiare II für sich entschieden und waren Zweite im Grand Prix gewesen.

Bei den Jungen Reitern war kein Vorbeikommen an Sönke Rothenberger und Cosmo. Der mittlere der drei Geschwister hatte die Dressurreiterei zwischendurch ganz an den Nagel gehängt und sich nur noch aufs Springen konzentriert. Jetzt feiert er ein erfolgreiches Comeback im Viereck, in Vidauban mit drei Siegen in der U21-Mannschafts- und -Einzelaufgabe sowie der Kür. Dabei saß er jeweils im Sattel von Cosmo, der mit 71,930, 72,105 und 76,917 Prozent aus dem Viereck kam. Die Plätze zwei und drei gingen jeweils an die Niederländerin Anne Meulendijks auf President’s Avanti und die Russin Ekaterina Melnik mit Indor. Luisa Otto und Aspen holten für Deutschland die Plätze fünf, sieben und vier. Bei Johannes Rühl auf Flying Lady wurden es sieben, vier und sechs.

Für die Junioren stand gestern noch die Kür auf dem Programm. Wie auch schon in der Einzelaufgabe, hieß die Siegerin Julia de Ridder auf Comtessa (75,125 Prozent). Zweite wurde die Italienerin Valentina Remold auf Don Farino (70,833) vor Lucas Alecco Roy mit Wisdom (70,625).

Den Vogel schoss das jüngste Mitglied der Familie Rothenberger ab, Semmieke. Mit ihren beiden Ponys Deinhard und Golden Girl belegte sie in der Mannschafts- und in der Einzelaufgabe jeweils die ersten beiden Plätze. In der Kür ritt sie dann nur noch Golden Girl und heimste ihre dritte goldene Schleife ein.

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