Wellington: Laura Graves über 80 Prozent im Grand Prix, Susan Pape und Don Noblesse gut platziert

Die Drei-Sterne-Tour

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Susan Pape und Don Noblesse, hier bei den Horses & Dreams in Hagen (© www.toffi-images.de)

Die Drei-Sterne-Tour in Wellington wurde dominiert von Charlotte Jorst und ihrem KWPN-Hengst Nintendo. Den 14-jährigen Negro-Sohn hatte sie einst genauso aus dem Stall Helgstrand übernommen wie zuletzt Akeem Foldager. Auch der KWPN-Hengst Vitalis ging einst unter der gebürtigen Dänin, die aber in Amerika beheimatet ist und auch für die USA an den Start geht. Ihre Auftritte sind geprägt von großer Harmonie und augenscheinlicher Freude am Miteinander von Reiter und Pferd. Im Grand Prix erhielt das Paar 71,30 Prozent. Das bedeutete den Sieg vor Susan Pape und dem bildschönen Rapphengst Don Noblesse. Der zehnjährige Hannoveraner v. Dancier hat erst vor vier Wochen sein Grand Prix-Debüt in Wellington gegeben. In zwei Prüfungen war er knapp unter 70 Prozent, seither jedesmal darüber. So auch dieses Wochenende, wo es im Grand Prix 70,880 Prozent gab.

Damit verdrängten Pape und Don Noblesse das neue Paar Legolas/Dawn White O’Connor auf den dritten Platz (70,560). Noch ein weiteres Paar aus Deutschland war in dieser Prüfung am Start: Michael Klimke mit dem elfjährigen Hannoveraner Royal Dancer v.Royal Blend. Der Wallach ging seine erste S-Dressur unter der ebenfalls international hoch erfolgreichen Polin Beata Stremler, ehe Michael Klimke ihn 2015 übernahm. Mit ihm schaffte er Ende 2016 den Sprung in den Grand Prix. Jetzt gab es 65,60 Prozent. Das bedeutete einen Platz im Mittelfeld.

Einen Platz hinter den beiden landete ein KWPN aus ehemals deutschem Beritt: der Olivi-Sohn Triviant mit 64,660 Prozent. Der nun 17-jährige Wallach ging bis 2010 unter Matthias Alexander Rath. Danach wechselte er zu der Schwedin Charlotte Haid-Bondergaard. Für die war er jahrelang die Nummer eins. Nun hat sie ihn an die 25-jährige Ellesse Tzinberg abgegeben. Die kommt eigentlich von den Philippinen, für die sie auch immer noch an den Start geht. Zeitweilig lebte sie in den USA. Dort hatte sie 2009 einen schlimmen Autounfall infolge dessen sie die Reiterei zunächst einmal an den Nagel hängen musste. Während dieser Reitpause wurde sie in Paris auf der Straße von einem Modelscout angesprochen und steht seitdem professionell vor der Kamera. Mehr zum Spaß begann sie 2014 wieder mit dem Reiten – im Springsattel. Sie fand eine außerordentlich talentierte Stute, die sie teuer verkaufen konnte. 2014 beschloss Ellesse, sich wieder auf die Dressurreiterei zu konzentrieren und dafür nach Schweden zu ziehen, zu Charlotte Haid-Bondergaard und deren Mann Rasmus. Seither trainiert sie mit den beiden. Im Oktober 2016 kaufte sie ihnen Triviant als Lehrpferd ab.

Grand Prix Special

Im CDI* Special behaupteten Susan Pape und Don Noblesse sich mit 70,608 Prozent auf Rang drei hinter Chase Hickock (USA) auf Segacious (71,667) und Megan Lane (CAN) mit San D’or. Michael Klimke und Royal Dancer kamen mit 62,725 Prozent aus dem Viereck.

Grand Prix Kür

In der Kür der CDI3*-Tour war erneut kein Vorbeikommen an Charlotte Jorst und Nintendo, die es auf 73,075 Prozent brachten. Platz zwei ging an die ebenfalls für die USA startende Olivia LaGoy-Weltz mit dem 1-jährigen Dänen Lonoir v. De Noir (72,950). Knapp geschlagen geben mussten sich mit 72,850 Prozent Dawn White-O’Connor und Leogolas.