Wellington: Laura Graves und Verdades wieder über 80 Prozent im Grand Prix

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2017: Zum zweiten Mal knackten Kasey Perry-Glass und Verdades in Wellington – auf dem Foto zu sehen bei den Weltreiterspielen in der Normandie, wo der Stern der beiden aufging – die magische 80 Prozent-Marke im Grand Prix. (© Toffi)

Schon vor zwei Wochen war es Laura Graves und Verdades als zweitem US-amerikanischen Paar überhaupt gelungen, die magische 80 Prozent-Grenze im Grand Prix zu knacken. Gestern demonstrierten die beiden, dass das erste Mal kein Zufall war.

Diesmal erreichte das Paar 80,240 Prozent. Laura Graves‚ Ziel ist das Weltcup-Finale in Omaha. Die USA haben zwei Startplätze. Ein Ergebnis fehlt der Olympia-Vierten noch. Das will sie nun in der Kür heute Abend erreichen. „Es ist gut zu wissen, dass das, was beim CDI5* passiert ist, kein One-Hit-Wonder war“, erklärte Graves nach ihrem Ritt.

Zweiter wurde Steffen Peters mit seiner rheinischen Rock Forever-Tochter Rosamunde. Hier gab es 74,820 Prozent. Auch Peters war äußerst zufrieden mit seinem Pferd: „Das war schon viel besser als noch vor zwei Wochen. Sie hat definitiv noch immer mehr Energie als mir lieb ist, aber es hat so einen Spaß gemacht, sie zu reiten.“

Rang drei ging an das dritte Mitglied der Bronze-geschmückten Olympiamannschaft von Rio, Katey Perry-Glass mit dem Diamond Hit-Sohn Dublet. Die beiden erhielten 73,20 Prozent von den Richtern, unter denen auch die beiden deutschen Fünf-Sterne-Richter Katrina Wüst und Peter Holler waren.

Deutsche Reiter und deutsche Pferde

von Korff

Susan Pape und Fiorano im Finale des Louisdor-Preis 2015. (© von Korff)

Susan Pape, reitet zwar für ihr Geburtsland Großbritannien, lebt aber mit ihrem Mann Ingo in Deutschland, wo die beiden die Hengststation Pape betreiben. Sie hatte den Rousseau-Sohn Fiorano im Grand Prix gesattelt, 2015 Dritter im Louisdor-Preis Finale, und kam mit 66,980 Prozent aus dem Viereck. Michael Klimke ritt seinen Damon Hill-Sohn Djamba Djokiba und erhielt 65,240 Prozent.

Florida ist immer gut, um alte Bekannte zu treffen. Das waren on diesem Fall gleich mehrere. So finden Dawn White-O’Connor und Steffen Peters‘ ehemaliges Erfolgspferd Legolas offenbar immer besser zusammen und behaupteten sich auf Rang fünf mit 72,560 Prozent.

Der ehemalige Burg-Pokal Sieger Rassolini wurde mit Jan Ebeling Achter (69,120).

Die Schwedin Tinne Vilhemson-Silfvén hatte zwei Pferde gesattelt. Mit ihrem Routinier Paridon Magi belegte sie Rang vier (73,180). Außerdem hatte sie seit langer Zeit erstmals auch wieder den Hannoveraner Hengst Benetton Dream gesattelt, den sie 2013 von Juliane Brunkhorst übernahm, die den Hengst kurzzeitig unter dem Sattel hatte und mit ihm damals die Louisdor-Preis Qualifikation in Heroldsberg gewinnen konnte. Der nun 13-jährige ehemalige Reitpferde-Bundeschampion war im vergangenen Jahr nur in Wellington und im Juni in Rotterdam am Start gewesen. Dort wurde Benetton Dream Vierter mit 71,925 Prozent in der Kür. Ende Januar sollte er nun wieder in Wellington an den Start gehen, doch in der Ergebnisliste wird er als „Eliminated“, also ausgeschieden, geführt. Gestern erhielten die beiden nun wieder eine Wertung und zwar 67,140 Prozent.

Und schließlich gab es noch ein Wiedersehen mit dem 15-jährigen Dänen Akeem Foldager. Der imposante Wallach war 2013 für viel Geld an Andreas Helgstrand verkauft worden und galt damals als eines der talentiertesten Pferde im internationalen Sport. Doch nach nur einer Saison ging nichts mehr. In den Monaten darauf hörte man sportlich nichts von dem Pferd. 2015 wurde der Wallach an die in Dänemark geborene Charlotte Jorst verkauft, die inzwischen die US-amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen hat. Sie hatte im April desselben Jahres ein Turnier mit dem Wallach genannt, schied aber im Grand Prix aus und nahm dann am Special gar nicht mehr teil. Daraufhin ließ sie das Pferd bis 2016 ganz in Ruhe. Erst in Wellington im vergangenen Frühjahr setzte sie ihn wieder auf dem Turnier ein mit gemischten Ergebnissen. Bis Mai ging Akeem einige Prüfungen, dann war erst einmal wieder Schluss. Jetzt in Wellington konnte er sich Ende Januar in der Kür mit 71,605 Prozent an siebter Stelle behaupten. Zuvor gab es im Grand Prix 68,360 Prozent. Das war gestern weniger: 65,720 Prozent.

Mit dem KWPN-Hengst Nintendo hat Charlotte Jorst bereits ein anderes Pferd aus dem Hause Helgstrand unter dem Sattel. Nintendo (v. Negro) ist inzwischen erfolgreich unterwegs mit ihr. Die beiden waren unter anderem im vergangenen Jahr beim Weltcup-Finale in Göteborg am Start gewesen. Jetzt in Wellington gab es 71,340 Prozent und den sechsten Platz für das Paar.

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