Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde 2020 abgesagt

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Weltmeisterschaft Junge Dressurpferde 2020 abgesagt (© verden-turnier.de)

Nun ist es Gewissheit: Die Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde am zweiten Dezember-Wochenende in Verden können wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Eigentlich wäre das Wochenende vom 9. bis 13. Dezember das Wochenende gewesen, um einmal mehr die besten Nachwuchsdressurpferde der Welt zu krönen. Die Niedersachsenhalle in Verden war bereit, sie zu empfangen. Aber daraus wird aufgrund der Corona-Pandemie nichts. „Genau diese Internationalität macht die Durchführung der Veranstaltung nun unmöglich“, heißt es in der Pressmitteilung.

Jan Pedersen, der Präsident der Weltzuchtverbandsvereinigung WBFSH, erklärt: „Vor einigen Wochen wurden Die Veranstaltungsabläufe von der FEI und dem Organisationskomitee um zusätzliche Maßnahmen ergänzt, um die Risiken des Coronavirus weiter einzudämmen.

Nach mehreren Treffen zwischen der FEI, der WBFSH und dem Organisationskomitee und trotz der beschlossenen organisatorischen Anpassungen, wurde die bedauerliche Entscheidung getroffen, dass die beste und einzige Option angesichts der Pandemie die Absage der Veranstaltung ist.

Wir sind zwar traurig, dass diese Meisterschaft, die einer der Höhepunkte des Jahres ist, nicht stattfinden wird, aber wir verstehen und unterstützen diese Entscheidung voll und ganz.“

In Niedersachsen stünde einer solchen Veranstaltung von Seiten der Behörden eigentlich nichts im Wege, sofern entsprechende Vorkehrungen zum Infektionsschutz getroffen werden. Doch im Ausland seien die Regeln zum Teil strenger und die Infektionslage schlimmer, so die Erklärung von Seiten des Veranstalters.

Nicht lösbare organisatorische Probleme

„Die Sicherheit aller Beteiligten steht an oberster Stelle und wir können von niemandem erwarten, bei der Anreise lange Umwege in Kauf zu nehmen oder so kurz vor Weihnachten Probleme bei der Rückkehr nach Hause zu bekommen“, erklärt Wilken Treu, der Geschäftsführer des Hannoveraner Verbands, in dessen Räumlichkeiten die WM ja stattgefunden hätte.

Erwartet worden waren Teilnehmer aus insgesamt 23 Nationen plus das internationale Richtergremium. Von allen Beteiligten hätte ein maximal 48 Stunden alter, negativer Corona-Test vorliegen müssen. „Das stellt uns natürlich vor besondere Herausforderungen“, so Treu weiter. „Wenn mehrere Richter aufgrund eines positiven Tests nicht hätten anreisen können, hätte laut FEI-Reglement nicht einfach ein deutscher Richter nachrücken können, weil es sich eben um eine WM handelt. Wir hätten zudem jederzeit damit rechnen müssen, dass ganze Verbände die Teilnahme ihrer Pferde kurzfristig absagen, während andere Nationen bereits auf dem Weg nach Verden sind.“

FEI, WBFSH, FN und die anderen beteiligten Verbände haben nach Lösungen für die Probleme gesucht, mussten am Ende nun aber doch einsehen, dass das Turnier nicht durchzuführen ist.

Rückkehr nach Verden in Aussicht gestellt

FEI-Dressur-Direktorin Bettina de Rham kommentierte: „Wir wissen, wie enttäuscht die Dressur- und Zuchtgemeinde über diese Nachricht sein wird, besonders vor dem Hintergrund, dass die jetzt siebenjährigen Pferde 2021 aus Altersgründen nicht mehr dabei sein werden. Aber wir müssen der Gewährleistung der Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten weiterhin größte Bedeutung beimessen.

Wir werden Verden als Gastgeber dieser großen Championate weiterhin unterstützen und danken dem Organisationskomitee für all seine Bemühungen. Wir hoffen, dass wir die Enttäuschung mildern können, indem wir für eine wunderbare Weltmeisterschaft in der Zukunft nach Verden zurückkehren.“

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