Weltrangliste Dressur: Laura Graves zieht gleich

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Laura Graves (USA) und Verdades liegen auf der aktuellen Weltrangliste an zweiter Stelle. (© Pauline von Hardenberg)

Isabell Werth und Weihegold nehmen weiterhin die Spitzenposition auf der aktualisierten Weltrangliste ein. Allerdings schickt sich nun US-Amerikanerin Laura Graves an, die Verfolgung aufzunehmen. Nach dem Weltcup-Finale in Paris schiebt sie sich mit Erfolgspferd Verdades auf Position zwei vor.

Mit 2945 Punkten bleibt Isabell Werth die unangefochtene Dressurkönigin auf der Weltrangliste. Nach ihrem Sieg beim Weltcup-Finale in Paris, geht Weihegold nun erst einmal in eine kurze Zuchtpause. Die Oldenburger Don-Schufro Tochter soll auch im nächsten Jahr per Embryotransfer Mutter werden. Laut ihrer Reiterin ging die Stute in Paris eine der besten Küren ihres Lebens, sicherte mit 90,657 Prozent den insgesamt vierten Weltcup-Titel für Isabell Werth.

Erstmals unter die Top drei auf der Weltrangliste in diesem Jahr haben es Laura Graves und Verdades geschafft. Nach Fehlern von Isabell Werth und Weihegold, konnte sich das US-Amerikanische Paar in der Qualifikation beim Weltcup-Finale sogar den ersten Platz sichern. In der Kür mussten sich die beiden dann allerdings wieder geschlagen geben, landeten mit einer persönlichen Bestleistung von 89,082 Prozent an zweiter Stelle. Der KWPN-Wallach und seine zierliche Reiterin können aktuell 2631 Punkte auf ihrem Konto verbuchen.

Mit exakt derselben Punktzahl finden sich Isabell Werth und „1b-Pferd“ Emilio auf der Weltrangliste wieder. Der zwölfjährige Westfale scheint sich aktuell noch weiter zu steigern, ging am vergangenen Wochenende bei Horses & Dreams in Hagen einen ganz starken Grand Prix. Das macht Hoffnung für die Zukunft, wie auch Isabell Werth nach dem Ritt bestätigte: „Ich bin froh, dass Emilio sich so weiterentwickelt hat und kann ja nur glücklich darüber sein, zwei starke Waffen im Stall zu haben, ein Pferd, das Weihe auf Augenhöhe begegnen kann. Jetzt werden beide Pferde über Balve auf Aachen vorbereitet und dann werden wir sehen.“

Bewegung auf der Weltrangliste

Einen Platz verloren haben Cathrine Dufour und ihr Wallach Cassidy. 2582 Punkte bedeuten momentan Rang vier. Das Paar war jedoch auch nicht beim Weltcup-Finale am Start. Alternativ nutze die Dänin die Zeit, um ihr Nachwuchspferd Bohemian an den Grand Prix-Sport heranzuführen. Der achtjährige Fuchswallach v. Bordeaux-Samarant konnte beim Turnier in Heslegard (DEN) direkt mit mehr als 81 Prozent überzeugen – da scheint also ein potenzieller Nachfolger für Cassidy heranzureifen.

Ebenfalls nicht nach Paris gereist waren Sönke Rothenberger und sein Cosmo – die beiden hatten die Hallensaison in diesem Winter ganz ausgelassen. Der erste Auftritt des Paares in Hagen wurde dementsprechend mit großer Spannung erwartet. Dort zeigte sich der Van Gogh-Son in der ersten Prüfung noch etwas geladen und nicht ganz fehlerfrei, setzte dafür im Grand Prix Special ein echtes Ausrufezeichen. 82,255 Prozent und mehrmals die 10,0 im Protokoll zeigen deutlich: Die beiden haben dieses Jahr noch einiges vor! Auf der Weltrangliste ging es jedoch erstmal einen Platz nach unten: Aktuell liegen der 23-jährige Sönke Rothenberger und sein  zwölfjähriger Wallach an fünfter Stelle.

Isabell Werth zum Dritten

Direkt dahinter heißt es zum dritten Mal: Isabell Werth! Mit ihrem 17-jährigen Hannoveraner Don Johnson rangiert sie wie schon im Vormonat auf dem sechsten Platz. Keine Veränderung gab es auch auf Rang sieben: Hier konnten Dorothee Schneider und Sammy Davis jr. ihre Position verteidigen. Ihre erste Teilnahme beim Weltcup-Finale beendete die Reiterin als Fünfte. Damit stehen nun 2371 Punkte für das Paar zu Buche. Einen Platz gut machen, konnte der Schwede Patrick Kittel. Mit Deja nimmt er den achten Platz auf der Weltrangliste ein.

Damit verdrängte er Helen Langehanenberg und Damsey auf Rang neun. Das Paar hatte sich allerdings schon im Februar beim Weltcup-Turnier in Neumünster siegreich in die Babypause verabschiedet – die Reiterin erwartet im Juni ihr zweites Kind. Danach möchte Helen Langehanenberg so schnell wie möglich zurück in den Sattel, ließ die weitere Saisonplanung jedoch noch offen.

Im letzten Jahr zum ersten Mal Mutter geworden, war Jessica von Bredow-Werndl. Im August brachte die Kader-Dressurreiterin ihren Sohn zur Welt. Dennoch konnte sie sich mit Unee BB für das Weltcup-Finale 2018 qualifizieren, belegte dort mit ihrem langjährigen Erfolgspartner den dritten Platz. Ein emotionaler Moment für Jessica von Bredow-Werndl – schon vorher hatte sie angekündigt, dass es die letzte Final-Teilnahme für den 17-jährigen Hengst sein soll. Auf der Weltrangliste konnte das Paar drei Plätze vorrücken und liegt nun an zehnter Stelle.

Weitere Deutsche unter den Top 50

22. (vorher 22.) Fabienne Lütkemeier mit Fabregaz

25. (23.) Fabienne Lütkemerier mit D’Agostino

28. (24.) Hubertus Schmidt mit Imperio

47. (46.) Jan-Dirk Gießelmann mit Real Dancer

48. (47.) Bernadette Brune mit Spirit of the Age

Die vollständige Liste können Sie hier einsehen.

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