WM junge Dressurpferde 2018: Revolution gewinnt erste Qualifikation bei den Fünfjährigen

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Revolution v. Rocky Lee-Rouletto bei seiner Körung in Verden 2015. (© Schreiner)

Im niederländischen Ermelo fiel heute der Startschuss für die Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde. Den ersten Sieg in der Qualifikation der fünfjährigen Dressurpferde sicherten sich Andreas Helgstrand und der Westfalen Hengst Revolution. Aber auch aus deutscher Sicht gab es Grund zur Freude.

Zweimal die 9,5 vergaben die Richter für den gekörten Hengst Revolution v. Rocky Lee-Rouletto unter dem Sattel von Andreas Helgstrand (DEN). Sowohl für den Trab, als auch für die Perspektive als Dressurpferd, erhielt der Fünfjährige diese Note, kam insgesamt auf eine 9,06. Revolution sorgte in seiner jungen Karriere schon mehrfach für Aufsehen: Im Oktober 2015 wechselte der Hengst über den Verdener Hengstmarkt in den Besitz von Andreas Helgstrand und Hanni Kasprzak, Mutter der dänischen Dressurreiterin Anna Kasprzak. Rekordverdächtige 1,2 Millionen Euro kostete der schicke Braune damals. Seitdem absolvierte er seinen 35-Tage-Test in Dänemark mit Höchstnoten und gewann zudem im letzten Jahr in seiner Altersklasse bei den Dänischen Meisterschaften für Nachwuchdressurpferde.

Auf Rang zwei landeten gleich zwei deutsche Paare. Als letzter Starter von insgesamt 42 Paaren stellte Frederic Wandres, Bereiter auf dem Hof Kasselmann, den Oldenburger Hengst Zucchero vor. Der Zonik-Sohn konnte besonders im Schritt punkten – hier gab es von den vier Richtern die Wertnote 9,7. Auch im Trab (9,0) und für die Perspektive (9,1) erhielt Zucchero eine hohe Bewertung. Insgesamt kam das Paar auf eine 9,04. Die exakt gleiche Gesamtnote erhielten auch Matthias Alexander Rath und sein Bundeschampion Destacado v. Desperados-Londonderry. Der Hengst konnte nicht nur 2016 den Titel bei den dreijährigen Reitpferden in Warendorf holen, sondern war auch bei seiner Sportprüfung in Münster-Handorf bester dressurbetonter Hengst. Auch er überzeugte besonders im Schritt (9,8), wurde zudem mit einer 9,4 für die Perspektive bewertet. Einige Abzüge gab es in der Durchlässigkeit (7,9).

Candy und Devonport im Finale

Die besten zwölf Pferde der heutigen Qualifikation haben sich automatisch für das Finale am Samstag qualifiziert. Darunter ist auch Candy OLD, eine Sir Donnerhall-Tochter aus einer Fürst Heinrich-Mutter. Unter ihrer Reiterin Eva Möller zeigte sie eine gleichmäßig gute Runde und wurde dafür mit der Gesamtnote 8,74 und Platz sechs belohnt. Die amtierende Bundeschampionesse der vierjährigen Reitpferde steht im Stall von Helen Langehanenberg. Da diese allerdings erst vor kurzem aus ihrer Babypause in den Sattel zurückgekehrt ist, stellte Eva Möller die Stute vor. Auf Rang zwölf landeten Rieke Schnieder und Bundeschampion Devonport mit der Note 8,52. Das Finale wird vermutlich der letzte gemeinsame Auftritt dieses Paares sein – der gekörte Hannoveraner Hengst ist bereits an Andreas Helgstrand verkauft.

Weiterhin für das Finale qualifiziert sind folgende Paare:

  • Zhaplin Langholt und Andreas Helgstrand (DEN): Wertnote 9,00/4. Platz
  • Indian Rock und Emmelie Scholtens (NED): 8,94/5.
  • Imposantos und Bart Veeze (NED): 8,70/7.
  • Imagine und Bart Veeze (NED): 8,62/8.
  • Atterupgaard Delorean und Selina Solberg Vittinghus (DEN): 8,60/9.
  • In Style und Renate van Vliet (NED): 8,58/10.
  • Dorian Grey de Hus und Jessica Michel Botton (FRA): 8,54/11.
  • Ironman H und Yvonne Osterholm (FIN): 8,52/12.

Deutscher Sieg im Prix St. Georges

Im Prix St. Georges der CDI1*-Tour ging der Sieg an Matthias Alexander Rath und Danoenchen mit 73,775 Prozent. Der elfjährige Oldenburger ist auch unter Liselott Marie Linsenhoff erfolgreich bei den Junioren unterwegs. Platz zwei belegte Mara de Vries (NED mit Farzana (71,667), vor Vai Bruntink (NED) und Darabel (70,784). Ebenfalls unter den Platzierten waren Kira Wulferding und Bohemian Rhapsodie (70,588/Rang fünf) und Ann-Christin Wienkamp mit Royal Classic (67,906/Rang sieben).

Alle Ergebnisse aus Ermelo finden Sie hier.

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