Edward Gal über Matthias Alexander Rath und Totilas

Edward Gal – jener niederländische Dressurreiter, der einst den Millionenhengst Totilas in den Sport brachte – hat sich in einem Interview für das Aachener „CHIO-Magazin“ zu seinem Nachfolger im Sattel des Wunderpferdes geäußert.

„Matthias wird viel Geduld brauchen, bis er und Totilas ein Team sind. Und er muss wissen, dass ein zweiter Platz mit Totilas für die Öffentlichkeit immer eine Niederlage bedeutet.“ Edward Gal weiß, wovon er spricht. Schließlich stand er jahrelang selbst unter diesem Druck.

Ein Pferd zu reiten, dass für derart viel Aufmerksamkeit sorgt wie Totilas, scheint also nicht das reine Vergnügen zu sein. Denn der Erfolgsdruck ist laut Gal nur eines der unerwünschten Risiken und Nebenwirkungen: „Sobald wir auf einem Turnier den LKW geöffnet haben, waren unglaublich viele Menschen um uns rum. Und zum Popstar tauge ich irgendwie nicht“, erinnert sich Gal. Da mischt sich anscheinend auch ein bisschen Erleichterung in die Wehmut, ein einmaliges Pferd verloren zu haben („Aber wenn es um so viel Geld geht, verstehe ich die Entscheidung natürlich. Das gehört zu unserem Sport nun einmal dazu.“) 

Und was macht Totilas so einzigartig für seinen Reiter? „Wenn es läuft, musste ich als Reiter fast nichts mehr machen, Totilas ging von ganz alleine ein unglaubliches Gefühl.“ Aber bis es soweit ist, müsse Rath einen harten Weg zurücklegen. Edward Gal rät ihm zu viel Gelassenheit und Trainingsarbeit, „denn ein Grand Prix-Pferd von einem anderen Reiter zu übernehmen sei immer schwer, bei der öffentlichen Aufmerksamkeit auf das Duo Totilas/Rath erst recht.“

Vielleicht ist der Weltmeister ja so nett, seinem Nachfolger ein paar Tipps zu geben. Gelegenheit dazu bietet sich demnächst. MARs Stiefmutter, Ann-Kathrin Linsenhoff, hat Gal nämlich eingeladen, Totilas auf dem Schafhof zu besuchen. Dort residiert der Schwarze ab April. Im Augenblick steht er noch in Mühlen bei Paul Schockemöhle. Gal findet die Einladung sehr nett und kündigt an, sie annehmen zu wollen, „denn Totilas auf irgendeinem Turnier das erste Mal wiederzusehen, wäre sehr schwierig geworden.“

Quelle

Einer Richterjury präsentiert das neue Dreamteam sich hoffentlich auch tatsächlich als solches anlässlich der „Horses&Dreams“ in Hagen. Wir sind gespannt und drücken die Daumen!

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