Endspurt in der Riders Tour: Sieg für Johannes Ehning

Zuletzt ritt doch noch ein Mann den vier Damen davon, die sich im Championat der Deutschen Kreditbank bei den Munic Indoors zunächst an die Spitze gesetzt hatten.

Johannes Ehning auf dem zwölfjährigen KWPN-Wallach Salvador V v. Sable Rose (Calvados) Volt verwies als letzter Starter der Qualifikation für das morgige Riders Tour-Springen mit einem fehlerfreien Ritt in 37,70 Sekunden die Österreicherin Julia  Kayser auf Valdato (v. Emilion-Caretino, KWPN) (0/39,08 Sekunden), Alexandra Fricker (SUI) auf Memphis v. Quinar-Carthago, Holst. (0/39,59) und Simone Wettstein auf Cash and Go v. Cash and Carry-Concerto II, Holst. (0/38,83) auf die Plätze. Nur diese vier von 17 Startern blieben auch im Stechen ohne Abwürfe. Fünfte wurde mit der absolut schnellsten Zeit, aber einem Abwurf, die Schweizerin Clarissa Crotta v. West Side v. Baloubet du Rouet- Apollonios, BWP (4/36,37).

Nicht das Stechen erreichte Ludger Beerbaum, der noch die Armbinde des Führenden in der Riders Tour trug, was seine Goldfever-Tochter Gotha aber nicht hinderte, drei Hindernisse mitgehen zu lassen. Der Versuch mit einem neuen Gebiss, das Beerbaum beim CSI Lyon erworben hatte, war damit gescheitert. Sie hat es einfach ausgespuckt, sagte er nach dem Ritt, was nicht zu wörtlich genommen werden darf, Gotha akzeptierte das Gebiss einfach nicht und geriet dadurch außer Kontrolle.  Es spricht für die geradezu unerschütterliche Fassung von Beerbaum, dass er dem Reporter, der ihn fragte, ob er das Gebiss denn am morgigen Sonntag  noch einmal verwenden werde, sagte, nein, diesen Fehler werde er nicht zweimal machen.

Nicht glücklich konnte auch Markus Ehning mit dem Auftritt von Neuzugang Cartani sein. Der Sohn zweier Holsteiner Olympiapferde, Carthago und Taggi, den er erst seit 14 Tagen unterm Sattel hat,  trat gleich den ersten Sprung und dann noch einen zweiten herunter. Auch die Korrekturrunde im Abendspringen, dem Goldcup, brachte keine wirkliche Verbesserung. Diesmal trat der Schimmelhengst dreimal zu, dazu wieder den ersten Sprung.

Gerüchte, nach denen die Riders Tour wegen Sponsorenmangel ihrem Ende zugeht, wurden von den beiden Verantwortlichen, Volker Wulff und Paul Schockemöhle energisch dementiert. Die Finanzierung sei für zwei weitere Jahre gesichert, so Wulff. Die DKB-Bank, der Hauptsponsor,  hat ihre finanzielle Unterstützung für diesen Zeitraum zugesichert.

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