FN-Sportchef Wendt im Ruhestand, Deutsche Reiterkreuze in Gold und Silber verliehen

Am 30. April endete bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) eine Ära: Reinhard Wendt (65), der 32 Jahre lang den Bereich Sport der FN geprägt hat, wurde in den Ruhestand verabschiedet. Zum Dank für seinen Einsatz bekam er das Deutsche Reiterkreuz in Gold verliehen.

Man kannte Wendt seit 1992 unter anderem als Equipechef und Chef de Mission der deutschen Reiter bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften. Seine Karriere bei der FN begann jedoch deutlich früher, im Jahre 1980. Damals verließ er die Bundeswehr, wo er Kompaniechef gewesen war, um den Posten als Referent für Turniersport zu übernehmen. 1986 wurde er stellvertretender Geschäftsführer der Abteilung Sport und ein Jahr später Geschäftsführer. 1990 übernahm er die Geschäftführung des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei. Zwei Jahre später wurde er stellvertretender Generalsekretär. Seit 2000 gehörte er als stellvertretender Vorsitzender auch zum geschäftsführenden FN-Vorstand.

Viele Aufgaben, die zu erfüllen besondere Fähigkeiten erforderte. FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau erklärte im Rahmen des Festaktes anlässlich der FN-Jahrestagung: „Sicherlich hättest Du auch als Generalstäbler eine gute Laufbahn vor Dir gehabt, hier in Warendorf aber konntest Du Deine Fähigkeiten, die Dich an die Führungsakademie der Bundeswehr gebracht hatten, voll ausschöpfen.“ Wendt sei ein großer Stratege, absoluter Perfektionist und habe als „Fels in der Brandung“ gewirkt in Zeiten, in denen der Reitsport die größten Veränderungen seiner Geschichte durchlief. „Du wirst uns fehlen, viel öfter, als uns das lieb ist.“ Breido Graf zu Rantzau war es auch, der Wendt das Deutsche Reiterkreuz in Gold überreichte.

Für die Aktiven sprach Vielseitigkeits-Doppel-Olympiasieger Hinrich Romeike: „Die Reiterei verliert mit Ihnen eine ganz wichtige Figur.“ enst habe sich überdurchschnittlich für den Sport engagiert, sei ein Freund klarer Worte, dem es gelungen ist, „auch scheinbar aussichtlose Projekte zum Erfolg zu bringen.“

In Warendorf hatte man Wendt schon eine Woche zuvor im Kreise von 250 Reitern, Trainern, Mitarbeitern und Kollegen verabschiedet. Nicht nur er wurde zu diesem Anlass mit Lob- und Dankesreden sowie auch Geschenken (z.B. hatte Springreiter-Bundestrainer Otto Becker stellvertretend für die Reiter ein selbst gestaltetes Buch mit Erinnerungen überreicht) bedacht. Auch Wendt selbst hatte ein Präsent dabei, dass er seinem Nachfolger, dem ehemaligen FN-Pressesprecher Dr. Dennis Peiler (33), überreichte: einen Schlüssel. Wendt: „Der Schlüssel zu Herausforderungen und Lösungen und hoffentlich auch zum Erfolg.“

Wendt wird der FN auch nach seinem Abschied treu bleiben. Beispielsweise als Sprecher der Gruppe der Individualverbände im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Das Deutsche Reiterkreuz in Silber erhielten zwei verdiente Persönlichkeiten: Bundesjugendwartin Heidi van Thiel (62), die seit 2004 bei der FN im Amt ist, und Wolfgang Mayer (73) aus Eisenhüttenstadt, der als internationaler Parcourschef, seine Amtskollegen in den neuen Bundesländern aus- und fortbildet.

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