21 Gelbe Karten am ersten UAE-Distanzwochenende

Distanzrennen

(© www.toffi-images.de)

Pünktlich bevor die Saison in den Vereinigten Arabischen Emiraten wieder losging, erhielt die dortige nationale Vereinigung die Erlaubnis, wieder Turniere zu veranstalten. Mit Auflagen allerdings. Diese führten nun zu 21 gelben Karten allein am ersten Turnierwochenende.

Beim ersten wichtigen Turnier in Al Wathba, Abu Dhabi, erreichten nur 20 von 108 Startern das Ziel des 100 Kilometer-Rennens. Das entspricht 18 Prozent. Verringerungen der Durchschnittsgeschwindigkeiten gab es nicht, extra lange Zügel wurden als Peitschen benutzt und Reiter gaben kurz vor den Vet-Gates auf, um Strafpunkte und Zwangspausen nach einer Disqualifikation aufgrund von Disqualifikationen zu vermeiden.

Die meisten gelben Karten gab es für verbotene Hilfestellung.

Ein Pferd brach kurz vor dem Ziel zusammen, konnte aber ohne fremde Hilfe wieder aufstehen und wurde anschließend vom Tierarzt versorgt.

Laut FEI kam die hohe Quote nicht beendeter Ritte dadurch zustande, dass die Tierärzte sehr wachsam waren. Alle Pferde, die aufgrund von ungenügenden Erholungsraten, Kreislaufproblemen und Lahmheit disqualifiziert wurden, gingen in die Klinik. „Nur“ vier hätten vor Ort intensivmedizinisch betreut werden müssen und es gab keine Knochenbrüche.

Bei einem anderen Ritt hatte man den berühmt-berüchtigten Trainer Ali Al Muhairi im Vet-Bereich gesichtet, der eigentlich gerade eine vierjährige Dopingsperre absitzt. Das FEI Tribunal beschäftigt sich derzeit schon mit einem weiteren Fall, bei dem Al Muhairi im Wettbewerbsbereich gesichtet wurde, obwohl er eigentlich gesperrt war. Der neuerliche Vorfall wurde der Akte hinzugefügt.

Die FEI-Distanzchefs Brian Sheahan und Manuel de Melle haben die Offiziellen gewarnt, dass ein Augen verschließen „alles sei, was es bräuchte, damit sich ein ernsthafter und folgenschwerer Vorfall ereignet“.

Von Seiten der FEI heißt es: „Die FEI kontrolliert aktiv. Die UAE Föderation nimmt ihre Verantwortung ernst und tut ihr Bestes um Wettkämpfe zu gewährleisten, bei denen das Wohlergehen der Pferde oberste Priorität hat.“

Die Recherche für diese Meldung kommt von Pippa Cuckson für Horse & Hound.

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