CHIO Aachen: Australier Boyd Exell geht in Führung bei den Vierspännern, Mareike Harm Zweite

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Boyd Exell und sein Gespann holten bei der Weltmeisterschaft in Kentucky einen Weltrekord in der Dressur. (© Julia Rau)

Eigentlich wie immer bei der Dressur der Vierspännerfahrer in Aachen: Der Australier Boyd Exell setzt sich unangefochten an die Spitze des Starterfeldes (36,52 Punkte).

Der fünfmalige Weltmeister ist auf dem Dressurviereck stets das Maß der Dinge, keiner fährt derart präzise und reich an Höhepunkten. Seine vier bunten Gelderländer Rappen bestechen durch Losgelassenheit, Durchlässigkeit und Schwung.

Aus deutscher Sicht eine sehr positive Überraschung die Vorstellung von Mareike Harm, die sich mit 42,05 Punkten an zweiter Stelle platzierte. Bei der Europameisterschaft der Vierspänner vor zwei Wochen in Budapest gewann sie die Dressur, damit trug sie maßgeblich zum Gewinn der Silbermedaille durch das deutsche Team bei. Wie in Budapest sind Michael Brauchle und Georg von Stein mit ihr in der Mannschaft, die in Aachen um den Nationenpreis kämpft. Die deutschen Fahrer rangieren in der Teamwertung mit 94,22 Punkten hinter den Niederländern (86,10 P.). Auch die Führungsposition der Niederländer ist keine Überraschung, sie sind sozusagen Abonnenten auf den Sieg im Nationenpreis in Aachen, treten als neue und alte Europameister auch hier wieder als Favoriten an.

Michael Brauchle gilt als Geländespezialist, er war in dieser Disziplin auch in Aachen schon siegreich. Mit 52,17 Punkten platzierte er sich in der Dressurprüfung auf dem achten Rang. Während der Europameister von 2015 in der Soers die deutschen Farben vertritt, kämpft sein Bruder Steffen in Le Pin du Haras (Frankreich) als Titelverteidiger bei den Weltmeisterschaften der Ponyfahrer. Der dritte deutsche Fahrer, Georg von Stein platzierte sich mit 54,31 Punkten auf Platz zehn.

Der Niederländer Bram Chardon ist in Budapest Europameister geworden, in Aachen konnte er die Einzelwertung noch nicht gewinnen. Sein Dressurergebnis (42,78 P.) reichte für Platz drei, knapp vor seinem Vater Ijsbrand Chardon (43,32 P.) auf dem vierten Rang. Beide sind auch starke Marathonfahrer, vor allem aber auch der dritte niederländische Mannschaftsfahrer, Koos de Ronde lässt im Gelände nichts anbrennen. Auf Platz drei in der Teamwertung rangieren die Belgier (105,42P.).

21 Gespanne aus zehn Nationen sind in Aachen angetreten, sechs Teams bewerben sich um den Nationenpreis. Zusätzliche Einzelfahrer über die Mannschaftsfahrer hinaus fahren in diesem Jahr nicht zugelassen, deshalb sind auch nur drei deutsche Fahrer am Start.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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