CHIO Aachen: Koos de Ronde gewinnt Marathon, die Deutschen arbeiten sich aufs Podium vor

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(© FEI)

Die deutschen Vierspännerfahren konnten sich im Marathon, der zweiten Teilprüfung im Aachener Nationenpreis, nach vorne arbeiten, rückten vor der letzten Prüfung, dem Kegelfahren am morgigen Sonntag, vom vierten Platz nach der Dressur auf Rang drei in der Gesamtwertung vor.

Fahrer-Bundestrainer Charly Geiger war heute mehr als zufrieden mit seinen Schützlingen. Vier von fünf deutschen Fahrern rangierten im Marathon unter den Top Ten, die drei Mannschaftsfahrer Georg von Stein (6.), Mareike Harm (8.) und Michael Brauchle (9.) sowie Einzelfahrerin Anna Sandmann (7.). Ihr Vater Christoph Sandmann, ebenfalls als Einzelfahrer unterwegs, beendete die Geländefahrt auf Rang 15.

Besonders lobte der Bundestrainer die beiden Damen, die weitgehend problemlos die verzwickten Hindernisse meisterten. „Nur an Hindernis 5 fühlte es sich etwas zäh an,“, sagte Mareike Harm. Gleich zu Anfang, an Hindernis zwei, verpasste sie eine Durchfahrt und musste sich mit einer zeitraubenden Volte korrigieren. „Da hab ich gedacht, jetzt muss ich mich aber wirklich anstrengen.“ Offensichtlich die richtige Strategie.

Familienangelegenheiten

Auch Anna Sandmann war „gut zufrieden“ mit sich und ihrem Gespann. Die Pferde sind ein eingespieltes Team, die 23-Jährige hat sie von ihrem Vater übernommen. Zwar hält sie erst zum zweiten Mal selbst in der Soers die Leinen in der Hand, aber als Beifahrerin ist sie quasi auf dem Kutschwagen groß geworden und die Kulisse vieler tausend Zuschauer ist ihr von Kind an vertraut.

Übrigens war es nicht das einzige Familienteam in Aachen. Der vielfache Weltmeister Ijsbrand Chardon aus den Niederlanden hat inzwischen in seinem Sohn Bram den schärfsten Konkurrenten. In Aachen hatte der Senior bei seinem 30. CHIO-Auftritt die besseren Karten, beendete den Marathon als Zweiter, währen Sohn Bram nach Sturz eines Pferdes im zweiten Hindernis aufgab. Für Ungarn fuhren Vater und Sohn Dobrovitz, beide hören auf den Vornamen Joszef, der Senior rangierte im Marathon auf 18, der Junior auf 19.

Michael Brauchle, dessen Stärke eigentlich der Marathon ist, hatte diesmal Probleme mit rutschenden Reifen. Es hatte kurz vor einem Start leicht zu regnen begonnen, die Kutsche schlidderte ein paarmal weg, was natürlich zu vorsichtigerem und damit langsameren Fahren zwang. Die Pferde blieben zum Glück trittsicher.

Niederländischer Marathon-Sieger

Souveräner Sieger des Marathonprüfung wurde der Niederländer Koos de Ronde, fünf von acht Hindernissen passierte er jeweils in Bestzeit, am Ende benötigte er 7:50.36 Minuten für alle acht Hinderniskomplexe. Die Gesamtführung nach Dressur und Marathon ließ sich jedoch der australische Weltmeister Boyd Exell, der als Einzelfahrer am Start ist, nicht nehmen. Obwohl im Gelände nur Drittschnellster, bleibt er mit 156,20 Punkten vor dem Kegelfahren an der Spitze, gefolgt von Ijsbrand Chardon (163,02) und Koos de Ronde (163,37).

In der Teamwertung führen mit komfortablem Abstand die Niederländer (326,390) vor Frankreich (358,510) und Deutschland (363,200). Beste Deutsche ist nach zwei Teilprüfungen Anna Sandmann (178,30). Die Mannschaftsfahrer Harms, von Stein und Brauchle liegen auf den Plätzen 7, 9 und 12. Für das Endergebnis werden jeweils die beiden Besten jeder Teilprüfung gewertet.

Alle Ergebnisse aus Aachen finden Sie hier.

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