Corona-Krise: Drei Viertel der Deutschen sind für Absage oder Verschiebung von Sportveranstaltungen

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Sind Turniere ohne Zuschauer die Lösung in der Corona-Krise? (© privat)

Die Ausbreitung des Corona-Virus hat bereits weitreichende Konsequenzen für sportliche Großveranstaltungen wie Olympia oder die Europameisterschaft im Fußball. Laut einer nun veröffentlichten Umfrage begrüßt die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland eine Absage beziehungsweise Verschiebung von großen Sportveranstaltungen.

Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor. 2034 Personen ab 18 Jahren hatten daran teilgenommen. Die Umfrage sei laut YouGov somit repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.

Vor allem Ältere wollen Absage oder Verschiebung

Dabei stimmten vor allem ältere Menschen ab 55 Jahren (82 Prozent in dieser Altersgruppe) für die Absage bzw. Verschiebung großer Sportereignisse. Die jüngste Generation hingegen (18 bis 24 Jahre) spricht sich nur sehr knapp dafür aus (52 Prozent).

13,5 Prozent der 18- bis 34-Jährigen würden gerne, dass Sportveranstaltungen nach wie vor stattfinden, jedoch ohne Zuschauer. Von der älteren Generation ab 55 Jahren stimmten lediglich zwei Prozent für diese Lösung.

Verschiebung vs. Abbruch

Ob eine Sportveranstaltung wie z. B. ein einzelnes Turnier oder auch eine Reihe von Turnieren, die aber einen in sich geschlossenen Wettbewerb abbilden (wie es beispielsweise bei dem Nürnberger Burg-Pokal und Louisdor-Preis der Fall ist), komplett abgesagt oder doch nur auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden soll, darin ist sich die Bevölkerung Deutschlands sehr uneinig.

Während 30 Prozent der Befragten befürwortet, dass ein über längere Zeit (mehr als einen Monat) pausierender Wettbewerb für diese Saison/dieses Jahr komplett abgebrochen werden sollte, sind 31 Prozent dafür, die Veranstaltung auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben – unabhängig davon, wie weit dieser Zeitpunkt in der Zukunft liegt.

Ein knappes Fünftel der Bevölkerung (18 Prozent) spricht sich dafür aus, einen für alle Seiten gerechten Weg zu finden, um einen Sieger zu bestimmen.

Nationale Wettbewerbe genauso viel Wert wie internationale?

Kommt es zur Verschiebung eines Wettbewerbs auf einen späteren Zeitpunkt, befürworten 36 Prozent der Einwohner Deutschlands, dass internationale und nationale Veranstaltungen den gleichen Stellenwert einnehmen sollten: das gilt für den Fall, dass sich aufgrund des neuen Termins zwei Sportereignisse zeitlich überschneiden.

24 Prozent, also fast ein Viertel der Gesamtbevölkerung, sieht nationale Wettbewerbe und Ligen als wichtiger an als internationale. Zehn Prozent stimmten für das Gegenteil.

Zur Umfrage geht es hier.

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