Coronavirus – IOC-Funktionär: Olympia 2020 soll verschoben werden

Tokio-2021

Werden die Olympischen Spiele nun doch verschoben? (© www.tokyo2020.org/St.GEORG)

Der Kanadier Dick Pound, der eines der einflussreichsten Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sein soll, hat in einem Telefoninterview die Verschiebung von Olympia 2020 in Tokio für beschlossen erklärt.

Das berichtet das US-amerikanische Medium USA Today Sports. Demzufolge habe Pound in einem Interview mit dem Magazin erklärt, dass die Olympischen Spiele 2020 in Tokio wegen der anhaltenden Pandemie des Coronavirus verschoben werden.

„Die Parameter für die Zukunft sind noch nicht festgelegt, aber die Spiele werden nicht am 24. Juli beginnen, so viel weiß ich“, habe Pound USA Today Sports gegenüber erklärt.

Bis dato ist Verschiebung noch nicht durch IOC bestätigt

Weder das IOC noch das Organisationskomitee von Olympia 2020 haben bis dato eine Entscheidung zur Verschiebung angekündigt.

Im Interview habe Pound gesagt, dass die Spiele aller Voraussicht nach auf 2021 verschoben werden. Die Einzelheiten dazu sollen dem 78-Jährigen zufolge innerhalb der nächsten vier Wochen ausgearbeitet werden. Das IOC werde seine nächsten Handlungsschritte bald bekannt geben, so der Dienstälteste unter den IOC-Mitgliedern.

Die Organisation der Verschiebung werde laut Pound in Etappen geschehen, denn sie bedeute enorme Konsequenzen und bringe einen hohen Aufwand mit sich.

Nur eine subjektive Interpretation?

IOC-Sprecher Mark Adams nahm zu den Geschehnissen Stellung und erklärte USA Today Sports gegenüber: „Es ist das Recht jedes IOC-Mitglieds, die Entscheidung des IOC-Vorstands, die am Sonntag gegeben wurde, zu interpretieren.“

In der Ankündigung von Sonntag hatte IOC-Präsident Thomas Bach erstmals darauf hingewiesen, dass eine Verschiebung der Spiele in Tokio möglich sei. Als erste Nationen hatten am Wochenende bereits die olympischen Komitees von Kanada und Australien ihre Absagen für die Olympischen Spiele 2020 in ihrer ursprünglichen Planung teils deutlich, teils weniger deutlich bekannt gegeben.

Auf Anfrage von USA Today Sports an die Sprecher des olympischen Organisationskomitees, sich zur Aussage Pounds zu äußern, gab es jedenfalls keine Antwort.

Journalisten: Hotels weiter gebucht

Auch die Journalisten müssen derzeit noch vom ursprünglichen Termin ausgehen. Das Online-Informationssystem hat gestern zwar darauf hingewiesen, dass die Frist für eine kostenfreie Stornierung von drei Hotelnächten nun um einen Monat verlängert worden sei. Mehr aber nicht. Im Gegenteil: Ein dreiseitiges Dokument erläuterte die Stornogebühren, sollte ein Medienvertreter nicht anreisen wollen. Die Hotels für Journalisten werden zentral vergeben, genau wie die unter strengen Kriterien vergebenen Akkreditierungen. Hier gilt ein Schlüssel, wie viele Medienvertreter pro Nation und Sportart von vor Ort berichten dürfen.

Quelle: USA Today

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