Der Pfingstmontag in Wiesbaden: Siege für Isabell Werth, Jil-Marielle Becks und Chloe Reid

003 Frie Isabll Werth – DSP Quantaz

Isabell Werth und DSP Quantaz v. Quaterback, hier in Mannheim 2019. (© Frieler)

Nicht weniger als 13 Mal konnte Isabell Werth den Grand Prix Special beim Wiesbadener Pfingstturnier bereits gewinnen. Heute saß sie dabei im Sattel eines potenziellen Kandidaten für Olympia 2020. Der Große Preis ging hingegen in die USA.

Erst neun Jahre alt ist der Quaterback-Sohn Quantaz, in Wiesbaden lief er den zweiten Grand Prix Special seines Lebens. Ganz anders seine Reiterin Isabell Werth, die allein in Wiesbaden schon zwölfmal die Ehrenrunde in eben dieser Prüfung hatte anführen können. Sieg Nummer 13 folgte heute – und das mit Weile. 76,255 Prozent und damit fast vier Prozent Vorsprung gab es für das Paar von den Richtern. Der Hengst gehört eigentlich der österreichischen Championatsreiterin Victoria Max-Theurer, die mit ihm einen Start bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio anstrebt. Zunächst soll allerdings Werth noch einige Turniere mit Quantaz bestreiten, um ihn auf dieses Ziel vorzubereiten, bevor er zu seiner Besitzerin zurrückkehren wird.

„Es fühlte sich sehr gut an und ich bin stolz auf Quantaz, er hat das super gemacht“, sagte die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt hinterher. „Die Atmosphäre vor dem Schloss ist nicht ohne und er war schon ein bisschen geladen. Wir hatten viel Rückenwind, aber er hat das gut nach Hause gebracht, technisch schön gemacht, auch wenn noch etwas die Durchlässigkeit fehlte. Aber mit ein bisschen mehr Routine und Kraft wird er ein noch spannenderes Pferd, als er jetzt schon ist.“

Schneider Zweite im Special, Becks gewinnt Piaff-Förderpreis

Auch auf dem zweiten Platz landete eine Kombination aus erfahrener Reiterin und Nachwuchshoffnung: Dorothee Schneider kam mit Pathétique nach einem Fehler in den Zweierwechseln auf 72,617 Prozent. Die Stute hat einiges mit Quantaz gemeinsam. So stammt sie wie dieser von Quaterback ab und steht zudem ebenfalls im Besitz von Familie Max-Theurer. „Dieses Pferd macht mir unwahrscheinlich viel Spaß“, freute sich Schneider. „Sie hat hier zum ersten Mal so viele Menschen auf einem Haufen gesehen und im Grand Prix richtige Kulleraugen bekommen. Heute war sie gelassener, auch wenn sie große Augen gemacht hat, so kam dann auch der Fehler in den Zweierwechseln zustande. Insgesamt ist sie aber ein so angenehm motiviertes Pferd mit tollen tänzerischen Bewegungen. Und sie hat stets Spaß an allem, was wir zusammen machen.“

Die Plätze drei und vier gingen heute nach Großbritannien. Mit 71,532 Prozent konnte sich Emma Hindle auf Romy del Sol gegen ihre Landsfrau Laura Tomlinson mit Capri Sonne durchsetzen, die mit 70,638 Prozent aus dem Viereck kam. Fünfter wurde Matthias Alexander Rath mit Foundation (69,872 Prozent) vor Bernadette Brunde mit Spirit of the Age (69,489).

Die Wertungsprüfung für den Piaff-Förderpreis 2019 sicherte sich einmal mehr Jil-Marielle Becks mit 75,558 Prozent. Allerdings saß sie dabei nicht im Sattel von Damon’s Satelite, mit dem sie im letzten Jahr bereits das Finale hatte gewinnen können. In diesem Jahr nimmt die 21-Jährige mit der Damon Hill-Tochter Damon’s Delorange an der Serie für Nachwuchsdressurreiter der Generation U25 teil.

Zweite wurde Deutsche Bank Reitsport Akademistin Hannah Erbe mit Carlos, die beiden kamen auf 74,093 Prozent. Nicht weniger als acht Medaillen – davon sieben Goldene – konnte das Paar bei Nachwuchseuropameisterschaften bisher sammeln. Nun sind sie also auf Grand Prix-Niveau angekommen. Platz drei ging an Sophie Reef mit Charming Lady (71,837), gefolgt von Ann-Kathrin Lindner mit Flatley (71,140) und Anna-Christina Abbelen mit Henny Hennessy (70,814). Letztere ebenfalls eine der Reiterinnen  der Deutsche Bank Reitsport Akademie.

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Großer Preis an Nachwuchsreiterin aus den USA

Erst 22 Jahre alt ist die US-Amerikanerin Chloe Reid, die heute den Großen Preis von Wiesbaden für sich entscheiden konnte. 13 Reiter hatten es nach einer Nullrunde im Normalparcours ins Stechen geschafft. Dort gelang Reid mit Luis, einem zehnjährigen Lord Pezi-Sohn, die schnellste fehlerfreie Runde in 47,97 Sekunden. 30.000 Euro Preisgeld und einer der größten Siege ihrer bisherigen Karriere waren der Lohn für die junge Reiterin. Platz zwei ging ebenfalls an eine Amazone: Die unter luxemburgischer Flagge reitende Charlotte Bettendorf benötigte mit Hope Street 48,51 Sekunden im Stechen.

Auf dem dritten Platz landete mit Lucas Porter ein weiterer Gast aus den USA. Er galoppierte auf C Hunter nach 48,80 Sekunden über die Ziellinie. Bester Deutscher war Marcel Marschall mit Utopia auf Rang vier vor Ludger Beerbaum mit Cool Feeling.

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