Distanz-EM: Bronzemedaille für Deutschland, beim 120 Kilometer-Ritt stirbt ein Pferd

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Bernhard Dornsiepen vertrat die deutschen Farben schon mehrfach bei Championaten. Nun hat es mit einer Medaille geklappt! (© Christian Lüke)

Die Distanz-Europameisterschaften im britischen Euston Park zeigten beide Seiten des Distanzsports – die schönen, wenn Reiter und Pferd an einem Strang ziehen und nach gemeinsamer Anstrengung gesund ins Ziel kommen, aber auch die, weswegen die Disziplin immer wieder in Verruf gerät.

In Euston Park wurden an diesem Wochenende nicht nur die Europameisterschaften ausgetragen, sondern es gab auch einige Rahmenprüfungen. Darunter war ein CEI** über 120 Kilometer. Bei diesem Rennen starb ein Pferd. Es handelte sich um die elfjährige Stute Ulla de Luc. Sie wurde von Ghanim Said Salim Al Owaisi geritten und kam als Zweite ins Ziel. Doch hinter der Ziellinie brach die Stute zusammen und starb. Sie soll obduziert werden, um die Todesursache festzustellen, teilten die britischen Veranstalter in einer Stellungnahme mit. Ulla de Luc ist seit 2016 in sieben internationalen Distanzprüfungen an den Start gegangen, jedesmal hatte sie einen anderen Reiter. Die Stute stand im Besitz der F3 Stables. Dahinter steht Scheich Hamdan, Kronprinz von Dubai, der Sohn von Mohammed bin Rashid Al Maktoum, dem ersten Mann im Staat. Das Turnier in Euston Park ist übrigens nach ihm benannt, das H.H. Sheikh Mohammed Bin Rashid Dal Maktoum UK Endurance Festival.

Die Europameisterschaften

Gesund und glücklich ins Ziel kamen nach 160 Kilometern hingegen die deutschen Reiter bei der Europameisterschaft. Es ritten Bernhard Dornsiepen aus dem Sauerland auf Bekele el Djem, Jule Klingbeil mit Aid du Florival und Merle Röhm auf Dydin. Da sie nur zu dritt waren, durften sie sich keinen Ausfall leisten. Und das schafften sie mit Bravour, konnten nach zusammengerechnet 28:08:12 Stunden Reitzeit am Ende sogar die Bronzemedaille entgegennehmen. Equipechefin Annette Kaiser freute sich: „Die drei haben das fantastisch gemacht. Ich bin super stolz!“ Von den 63 Startern konnten 50 Prozent das Rennen nicht beenden.

Der Sieg ging an die spanische Equipe, die es auf eine Gesamtreitzeit von 22:19:25 Stunden brachten. Frankreich holte Silber (23:38:11). In der Einzelwertung triumphierte die Italienerin Constanza Laliscia auf Sacha El Kandhaar. Silber und Bronze gingen nach Spanien, an Paula Muntala Sanchez im Sattel von T’Aime de Coeur und den Weltmeister von 2016, Jaume Punti Dachs mit Echo Falls.

 

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