Dopingfall beim FEI-Nationenpreisfinale in Barcelona

Featurebild Dopingprobe

(© Julia Rau)

Der Weltreiterverband FEI meldet einen Dopingfall beim FEI-Nationenpreisfinale in Barcelona. Bei der Stute Bardolina von Mario Deslauriers war eine verbotene Substanz gefunden worden. Ein weiterer Fall betrifft einen Vielseitigkeitsreiter.

Das kanadische Team hatte beim Nationenpreisfinale in Barcelona mit nur drei Paaren Platz fünf im Challenge Cup belegt. Mario Deslauriers und die neunjährige Holsteiner Stute Bardolina v. Clarimo-Landos waren mit null und einem Fehler bestes Paar der Mannschaft gewesen.

Nun stellte sich heraus, dass sich im Organismus der Stute die verbotene Substanz O-Desmethylvenlafaxine befand. Das Mittel zählt zu den „Banned Substances“, also Stoffen, die zu keinem Zeitpunkt bei Pferden angewendet werden sollten. In der Humanmedizin wird es bei der Behandlung von Depressionen eingesetzt. Der Reiter wurde vom Tage der Benachrichtigung an gesperrt (in diesem Fall der 30. Oktober), bis das Urteil des FEI-Tribunals öffentlich ist. Das Pferd ist vorsorglich für zwei Monate gesperrt worden.

Noch einmal „Banned Substance“

Der zweite Dopingfall betrifft den kolumbianischen Vielseitigkeitsreiter Juan Pablo Garcia Salgado und dessen Pferd Caipirina. Das war beim CIC1* in Bonza (COL) positiv auf die verbotenen Substanzen Boldenone Undecylenate, Boldenone und Ractopamine getestet worden. Boldenone zählt zu den Anabolika und wirkt sich unmittelbar auf die Leistungsfähigkeit des Pferdes aus. Ractopamine wird in der Tiermast eingesetzt. Tiere, die damit gefüttert werden, haben unter anderem einen höheren Muskelanteil.

Für Caipirina und Salgado war Bonza das erste gemeinsame Turnier. In den Sport gebracht worden war die zehnjährige, in Argentinien gezogene Stute von dem ebenfalls für Kolumbien startenden Carlos Hernando Gonzalez Perez. Unter ihrem neuen Reiter beendete Caipirina die Prüfung auf Rang drei.

www.fei.org

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