Dortmund: Italienischer Doppel-Erfolg im Voltigier-Weltcup

Pas de Deux

von Korff

Silvia Stopazzini und Lorenzo Lupacchini holten mit ihrer Kür „Der kleine Prinz“ den zweiten Weltcup-Titel 2017 für Italien. (© von Korff)

Premiere beim Weltcup-Finale in Dortmund: Zum ersten Mal startete mit Silvia Stopazzini eine Athletin sowohl im Einzelvoltigieren als auch im Pas de Deux. Und sie setzte sich hier mit ihrem Partner Lorenzo Lupacchini auf Rosenstolz unangefochten an die Spitze. Longenführerin Laura Carnabuci und Rosenstolz hatten mit der jeweils besten Pferdenote ihren Anteil daran. Der Sieg wurde gefestigt durch eine deutliche Leistungssteigerung in Runde zwei. Endnote 8,698 stand auf der Anzeigetafel die Stopazzini / Lupacchini für ihre Kür unter dem Motto „Der kleine Prinz“ erreichten. „Die Doppelbelastung in beiden Wettkämpfen ist ziemlich anstrengend“, gibt Silvia Stopazzini zu. „Ich muss mich dann nach der Vorstellung im Damen-Wettbewerb voll fokussieren auf den Pas de Deux.“ Hat gut geklappt, wie man sieht. „Wir haben hart dafür gearbeitet, dennoch kommt der Sieg überraschend für uns. Wir sind total glücklich“, beschreibt Lorenzo Lupacchini die Gefühlslage des Duos und seines Teams.

Noch einmal lachende Zweite

Große Freude herrschte auch bei den Zweitplatzierten, Theresa-Sophie Bresch und Torben Jacobs. Sie voltigierten unter dem Motto „Schwanensee“ und verwöhnten das Publikum nicht nur mit ihrer anspruchsvollen Kür, sondern auch mit schöner Musik. Torben Jacobs kennt das Gefühl, ganz oben zu stehen sehr gut. Im letzten Jahr gewann er mit seiner damaligen Partnerin Pia Engelberty das Weltcup-Finale in Dortmund. „Dass Theresa-Sophie und ich in diesem Jahr die Qualifikation hierher geschafft haben und sogar auf dem zweiten Platz abschließen freut uns sehr. Mit unserer Longenführerin Alexandra Knauf arbeiten wir schon lange zusammen, aber Picardo ist noch relativ neu im Team“, berichtet er. Für den elfjährigen Westfalenwallach war es erst das dritte große Turnier. Das Duo Bresch / Jacobs war schon früher gemeinsam erfolgreich. 2011 sicherten sie sich bei der Europameisterschaft in Le Mans die Goldmedaille. Nachdem sich ihre Wege für einige Jahre getrennt hatten, arbeiten Bresch / Jacobs nun auf die im Sommer in Österreich anstehenden Europameisterschaften hin.

Weiteres deutsches Paar auf dem Treppchen

Dragoner ist siebzehn Jahre alt und zeigte sich in Dortmund an der Longe von Longenführerin Claudia Döller-Ossendorf-Engels von seiner ruhigsten Seite. Zu ruhig, befand der Richter, und gab dem westfälischen Wallach die niedrigsten Noten. Die verhinderten ein besseres Endergebnis als 7,922 für das Pas de Deux der Westfalen Jolina Ossenberg-Engels / Timo Gerdes. Nach dem vierten Platz 2016 hatten sie ganz fest einen Platz auf dem Podium ins Visier genommen, das ist der Psychologie-Studentin und dem angehenden Sport-und Gymnastiklehrer gelungen. Zu den Klängen von Falco beeindruckte das Duo vor allem mit gekonnten Hebefiguren.

Kein Platz mehr auf dem Podest für das Duo aus der Schweiz. Die Vorstellung der beiden althletischen Damen Zoe Maruccio und Syra Schmid erreichten auf Caramel Z, Longenführer Michael Heuer, die Endnote 7,167. Ihr Motto „007“ und die fetzige Musik aus James Bond Filmen war originell, die Vorstellung jedoch sportlich weniger anspruchsvoll als die ihrer Konkurrenten.

Christine Meyer zu Hartum

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