Erneut ein Fragezeichen hinter den Olympischen Spielen

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Die Objekte der Begierde eines jeden Sportlers, der es zu den Olympischen Spielen 2020 bzw. 2021 schafft: die Olympiamedaillen aus Elektroschrott. (© BEHROUZ MEHRI/AFP via Getty Images)

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen in Tokio ist es unsicherer denn je, ob die Olympischen Spiele dieses Jahr stattfinden können. Die Entscheidung könne „so oder so“ ausgehen, heißt es aus Regierungskreisen.

Japan verzeichnet derzeit Rekordzahlen, was die Corona-Infektionen angeht. Das hat erneut Zweifel aufkommen lassen, ob die verschobenen Olympischen Spiele stattfinden können, wie geplant. Die „Japan Times“ zitiert den Verwaltungs- und Reformminister Taro Kono, der sagt:

„Im Augenblick müssen wir unser Bestes geben, die Spiele vorzubereiten, aber das kann so oder so ausgehen.“

Am Mittwoch hatte die Regierung in Japan den Notstand ausgerufen, sowohl in Tokio als auch in der Umgebung. Allein gestern soll es laut dem öffentlichen Rundfunk NHK mehr als 1500 Neuinfektionen in der Hauptstadt gegeben haben.

Auch fehlt es in der Bevölkerung an Unterstützung für Olympia. Umfragen in der vergangenen Woche ergaben, dass 77 Prozent der Teilnehmer dafür sind, die Spiele entweder zu verschieben oder abzusagen.

Allerdings stehe Premierminister Yoshihide Suga fest hinter dem Plan. Wörtlich schreibt die Japan Times, „die Spiele – und die Dollars der Touristen, die sie bringen – haben für den Premierminister höchste Priorität“.

Die Entscheidung, ob die Olympischen Spiele stattfinden, hänge vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ab und dessen Einverständniserklärung, die Vorbereitungen weiterzuführen.

Plan B und C

Taro Kono betonte: „Alles ist möglich. Aber als die Gastgeber der Spiele müssen wir alles tun, um vorbereitet zu sein, so dass wir gute Olympische Spiele haben können, wenn es ein Go gibt.“

Er sagte aber auch:

Das Olympische Komitee muss über Plan B, Plan C nachdenken.

Es sei keine einfache Situation, so Kono weiter.

Der Chef des Organisationskomitees der Spiele, Yoshiro Mori, sagte, die Entscheidung, ob das Risiko so weit minimiert ist, dass Besucher zugelassen werden können, sollte im Februar oder im März getroffen werden.

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