FEI-Meeting: Monica Theodorescu neu im Dressurkomitee, Abstimmung über Helmpflicht fallen gelassen und mehr

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Am 23. November steht die alljährliche FEI-Generalversammlung mit den Vertretern sämtlicher Mitgliedsverbände an, bei der über diverse Entscheidungen abgestimmt wird. Manches wurde schon im Vorwege von der FEI-Führungsriege geregelt.

Neben verschiedenen Regeländerungen, die mit der Corona-Pandemie im Zusammenhang stehen (z. B. dass in Vier- und Fünf-Sterne-Springprüfungen bei bis zu 25 Startern zwei Pferde geritten werden dürfen und in Großen Preisen je fünf Paare mehr erlaubt sind) wurden neue Mitglieder in die Komitees der unterschiedlichen Disziplinen berufen.

Das FEI Jumping Committee wird nun bereichert durch die Südafrikanerin Diane Baxter, die Kazuya Hirayama aus Japan ersetzt.

In der Dressur wurde Bundestrainerin Monica Theodorescu neu ins FEI Dressage Committee berufen. Sie ersetzt George Williams aus den USA.

Anstelle des Schweden Lars Christensson hält nun Pierre Le Goupil aus Frankreich die französische Flagge im FEI Eventing Committee hoch.

Bei den Fahrern endet die Amtszeit von Multichampion Boyd Exell (AUS). An seine Stelle tritt mit Benjamin Aillaud ein weiterer Franzose.

Im Lager der Voltigierer tritt Dietmar Otto an die Stelle von Kai Vorberg. Es bleibt also ein Deutscher Mitglied des Vaulting Committees.

Joyce Heuitink ersetzt ihre niederländische Landsfrau Hanneke Gerritsen bei den Para-Athleten im FEI Para Equestrian Committee.

Die neue Zusammensetzung des FEI Endurance Committees wurde verschoben auf das zweite Meeting des FEI Boards am 25. November im Anschluss an die Generalversammlung, bei der ein neuer Vorsitzender gewählt werden wird. Hintergrund ist, dass es auch diverse Kandidaten gibt, die sich für den Vorsitz beworben haben.

Über die Helmpflicht wird nicht abgestimmt

Ab 2021 soll auch in Grand Prix-Dressurprüfungen Helm statt Zylinder getragen werden. Zahlreiche prominente Dressurreiter, allen voran Isabell Werth, wollten aber, dass es den Reitern überlassen bleibt, ob sie Helm oder Zylinder bevorzugen. Der International Dressage Riders Club hatte eine entsprechende Petition eingereicht.

Gleichzeitig hatte eine Gruppe Ärzte allerdings gewissermaßen eine Gegenpetition eingereicht und gefordert, die Regel wie geplant zu implementieren. Zudem hätten sich nach Angaben der FEI auch andere Reiter für die Helmpflicht ausgesprochen.

Die FEI hat nun beschlossen die Angelegenheit bei der Generalversammlung nicht erneut zur Abstimmung zu bringen, da sie keine Eingabe zum Ändern der Regel innerhalb der zulässigen Frist erhalten habe, „weder vom IDRC noch von den nationalen Verbänden“.

Man habe die Angelegenheit diskutiert und sich trotz dessen, dass darüber bereits bei der letzten Generalversammlung abgestimmt worden war und es sich dabei nicht um eine Entscheidung des FEI-Vorstandes handelt, einstimmig beschlossen, es bei der Einführung der Regel am 1. Januar 2021 zu belassen. Man begründete das mit dem Sicherheitsgedanken, dem Abstimmungsprozess vor der letzten Generalversammlung und damit, dass es für die Revision der Regeln einen transparenten Prozess gibt.

Weitere Beschlüsse

Der oberste Tierarzt der FEI, der Schwede Göran kerström, hat den Vorstand über die Arbeit der Brexit Task Force in Kenntnis gesetzt, die sich derzeit damit auseinandersetzt, wie nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union der reibungslose Pferdetransport zwischen Großbritannien und den Mitgliederstaaten aussehen kann. Da gebe es noch Hindernisse, die überwunden werden müssen, angesichts dessen, dass es noch kein Handelsabkommen gibt.

Auch der Ausbruch der Afrikanischen Pferdepest in Thailand und Malaysia war Thema. Man vermutet, dass der Import von Zebras Ursache des Ausbruchs ist.

Ferner wurde das neue Gen-Doping Komitee der International Horse Sports Confederation (IHSC) vorgestellt. Es wurde ins Leben gerufen, um die Integrität des Pferdesports zu schützen und um Gen- und Stammzellentherapien in Hinblick auf ihre Auswirkungen auf das Wohlergehen der Pferde, Sicherheit, Leistung und Zucht zu bewerten. Drei FEI-Repräsentanten werden dem Komitee angehören. Neben FEI Veterinary Director Göran kerström sind das die Vorsitzende des FEI Veterinary Committee, Jenny Hall, und Caterina Termine, FEI Senior Veterinary Advisor.

Vergabe von Serien und Championaten

Die FEI-Dressureuropameisterschaften für Junge Reiter, Junioren und Children finden vom 5. bis 11. Juli in Valencia (ESP) statt.

2022 sollen sie erneut in Pilisjaszfalu (HUN) stattfinden. Es gibt noch kein Datum, aber es soll in den Sommerferien liegen.

In Bezug auf die anstehenden Distanz-Weltmeisterschaften in 2022 wurde noch keine Entscheidung getroffen. Das soll Mitte Dezember passieren.

Alle Entscheidungen finden Sie hier.

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