FEI-Präsident Ingmar de Vos über die Zukunft der Weltreiterspiele

Ingmar De Vos

Ingmar De Vos (© FEI)

Der Weltreiterverband FEI hat eine Pressemitteilung ausgesendet, in der Präsident Ingmar de Vos kurz vor seiner Wiederwahl die vergangenen vier Jahre Revue passieren lässt und zugleich einen Ausblick auf die Zukunft gibt. Dabei stellt er auch die Frage, ob die Weltreiterspiele noch eine Zukunft haben.

Sinngemäß stellt FEI-Präsident Ingmar de Vos fest, dass es trotz aller Maßnahmen seitens der FEI angesichts des Wachstums des Sports in vielen Regionen schwierig ist, Veranstalter zu finden, die in der Lage sind, ein Ereignis von der Größe der Weltreiterspiele zu stemmen. Auch sei es für die Nationalen Verbände unter dem Dach finanziell problematisch, ihre Athleten zu den Spielen hinreisen zu lassen.

„Wir müssen den Mut haben, auf die Zukunft unserer Weltmeisterschaften zu schauen und uns fragen, ob die Weltreiterspiele noch das beste Format sind. Eng damit zusammen hängt auch die neue Norm, die das IOC eingeführt hat, nach der die Kosten für Organisatoren zu reduzieren sind und Konzepte entwickelt werden sollen, die es praktikabler machen, sich für die Ausrichtung von Weltmeisterschaften zu bewerben. Obwohl wir nach wie vor Bewerbungen für mehrere Disziplinen unterstützen würden, müssen wir uns fragen, ob es noch realistisch ist, ein Modell zur Auflage zu machen, bei dem alle Disziplinen unter dem Dach der FEI in ein einziges Turnier integriert werden. Wenn wir erfolgreich sein wollen, brauchen wir ein Modell, das Wettbewerb fördert und das Interesse vieler Organisatoren weckt, anstatt dass wir darum kämpfen müssen, einen Ausrichter zu finden und zu motivieren.“

De Vos betont, man werde das Thema Championate objektiv und unvoreingenommen überprüfen, um die besten Entscheidungen für die Zukunft und die Nachhaltigkeit unseres Sports treffen zu können.

St.GEORG GRATIS LESEN!

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist! Das bietet der
St.GEORG Newsletter. Jetzt abonnieren und Sie erhalten eine Ausgabe
St.GEORG als ePaper gratis - zum immer und überall lesen.