FN der Vereinigten Arabischen Emirate verhängt 500.000 Dollar Strafe wegen Misshandlung von Distanzpferden

Distanzrennen

(© www.toffi-images.de)

Vergangene Woche wurden bei einem Junioren-Distanzrennen in Al Wathba fünf Teilnehmer wegen Misshandlung ihrer Pferde disqualifiziert. Nun hat auch die Nationale Reiterliche Vereinigung der Vereinigten Arabischen Emirate (EEF) reagiert.

Fünf Ställe wurde jeweils zu einer Strafzahlung von 100.000 Dollar verurteilt. Bei dem Rennen über 120 Kilometer hatten Teilnehmer ihre bereits völlig erschöpften Pferde nicht nur selbst rüde angetrieben, sondern es waren auch noch Helfer, die sich unerlaubterweise auf der Wettkampfstrecke aufhielten, hinter den Pferden hergelaufen, um die Tiere auch mit Schlägen weiter zu scheuchen. Das Ganze wurde gefilmt. Fünf Reiter wurden disqualifiziert, darunter die ersten drei Paare, welche die Ziellinie überquert hatten. Die Trainer wurden gesperrt. Der Vositzende der EEF, Mohammed Al Kamali, gab bekannt, dass man beschlossen habe, dass von jetzt an alle Ställe, die an den Distanzrennen teilnehmen, ihre Mitarbeiter sichtbar gekennzeichnet akkreditieren müssen. Al Kamali betonte außerdem: „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir die Glaubwürdigkeit unseres Sportes erhalten, damit der Sport eine Zukunft hat. “ Er versprach, dass die EEF zukünftig eine Null-Toleranz-Politik gegenüber jedwedem Bruch der Regeln fahren werde.

Die Vereinigten Arabischen Emirate waren im vergangenen Jahr wegen widerholten Regelverstößen, massiven Vorfällen von Tierquälerei und Betrugs von der FEI gesperrt worden. Das Land durfte keine Turniere mehr ausrichten, seine Reiter an keinen Turnieren mehr teilnehmen. Der Weltreiterverband hatte die Sperre dann wieder aufgehoben. Allerdings unter der Prämisse, dass sämtliche Regeln des Weltreiterverbands von nun an eingehalten werden würden.

Im Dezember sollen in Dubai die Weltmeisterschaften im Distanzreiten stattfinden. Inzwischen gibt es immer häufiger Stimmen, die fordern, das Championat an einen anderen Ort zu vergeben. Die Reiterliche Vereinigung der Schweiz hat eine diesbezügliche Petition ins Internet gestellt.

www.horsetalk.co.nz

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