Frankreich gibt Mannschaften für die WM in Herning bekannt

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Kevin Staut und Viking d'la Rousserie beim CSIO 5* in Rotterdam (© FEI / Shannon Brinkman)

Für alle vier Disziplinen, deren Weltmeisterschaft in Herning zwischen dem 6. und dem 14. August stattfindet, hat der französische Reitverband seine Mannschaften bekannt gegeben.

Nachdem sie diese Saison die Nationenpreise bei den CSIO 5* in Rom und Knokke gewinnen konnten, und in La Baule und Rotterdam Zweite wurden, scheinen die französischen Springreiter in der Lage zu sein, eine gute Platzierung bei der Weltmeisterschaft in Herning zu erreichen. Nach Dänemark reisen dürfen:

  • Mathieu Billot und Quel Filou (16-jähriger bayerischer Wallach v. Quidam’s Rubin-Cascavelle), die letztes Jahr an den Olympischen Spielen sowie an der Europameisterschaft teilgenommen haben. In Tokio konnten sie insbesondere ihre Runde in der Mannschaftsfinale mit einem einzigen Zeitfehler beenden. 2022 war der Schimmel nur einmal am Start eines CSI 5*, und zwar in Knokke, wo er im Nationenpreis einen Abwurf im ersten Umlauf hatte und eine Nullrunde im zweiten zeigte. Einige Wochen vorher beendete das Paar seine drei letzten Großen Preis auf 3*-Niveau mit vier und 14 Fehlerpunkten.
  • Grégory Cottard und Bibici (elfjährige Selle Français-Stute v. Norman Pré Noir-Nelfo du Mesnil), die das einzige französische Paar waren, das beim Weltcup-Finale in Leipzig am Start war. Sie nahmen an dem Nationenpreis in Sopot teil, wo sie nur einen Abwurf im zweiten Umlauf hatten, so wie an dem in Rotterdam, wo sie zwei Fehler hatten, jeweils beim Wassergraben. In den Großen Preisen dieser beiden CSIO5* konnten sie fehlerfrei im Umlauf bleiben. Für ihren letzten Auftritt hatten sie acht Fehlerpunkte in dem schwierigen Großen Preis in Knokke.
  • Simon Delestre und Cayman Jolly Jumper (zehnjähriger Selle Français v. Hickstead-Quincy), die Doppelnull in Nationenpreisen bei den CSIO5* in Rom und Rotterdam waren, nachdem sie acht Fehlerpunkte im ersten Umlauf in La Baule hatten, wo sie dann eine fehlerfreie Runde vor heimischem Publikum liefern konnten. Der Wallach, der im Stall von Simon Delestre erst seit Ende des Jahres 2021 steht, konnte auch eine Nullrunde im ersten Umlauf des Großen Preises in La Baule zeigen, hatten dann einen Abwurf in den Nationenpreisen von Rom und Knokke.
  • Julien Epaillard und Caracole de la Roque (zehnjährige Selle Français-Stute v. Zandor Z-Kannan), die dreimal null im Nationenpreis beim CSIO 5* in Knokke waren, wo sie im Stechen den Sieg für Frankreich erringen konnten. Caracole lieferte vor ihrem Top-Ergebnis in Knokke schon eine Doppelnull im Großen Preis von Rotterdam.
  • Kevin Staut und Viking d’la Rousserie (13-jähriger Selle Français v. Quincy-Apache d’Adriers), der dieses Jahr nach einer längeren verletzungsbedingten Pause zum Sport zurückkehrte. Diese Saison lieferte er eine Doppelnull im Großen Preis der Global Champions Tour-Etappe in St-Tropez sowie im Nationenpreis von Rotterdam. In den Nationenpreisen in Sopot und Knokke hatte er jeweils einen Abwurf.

„Wir haben während dieser Saison viele Paare in den Nationenpreisen so wie auf 4* und 5* CSI“, sagt Henk Nooren, der Equipechef Frankreichs. „Wir haben Öffnung bis zum letzten Nationenpreis behalten. Ich denke, dass keiner, der der Mannschaft verfolgt, von dieser Aufstellung überrascht wird. Wir haben ein wirklich gutes Team, und wir werden gegen uns fünf oder sechs sehr gute Mannschaften haben. Unser Ziel ist ein gutes Ergebnis in der Mannschafts- sowie in der Einzelwertung. Wir haben fünf gute Reiter mit fünf guten Pferden und ich denke, das kann bis zum Ende gehen.“

Shortlist Dressur

Was die Dressur betrifft, wurden ausgewählt:

  • Morgan Barbançon Mestre und Sir Donnerhall II (16-jähriger Oldenburger Hengst v. Sandro Hit-Donnerhall), die das einzige Paar des Mannschaft sind, die schon Championatserfahrung hat. Die beiden waren nämlich am Start der EM 2019 und 2021 so wie der Olympische Spiele letztes Jahr. Bei ihrer dritten Weltcup-Finale erreichten sie in Leipzig im April den siebten Platz mit 76, 986 Prozent in der Kür.
  • Pauline Basquin und Sertorius de Rima Z (zwölfjähriger Zangersheider Wallach v. Sandro Hit-Voltaire), die amtierenden französischen Meister, deren bester Grand Prix auf internationaler Bühne 70,522 Prozent bekommen hat.
  • Antoine Nowakowski und Quater Girl (neunjährige Hannoveraner Stute v. Quaterhall-Don Henrico), die kürzlich 71,283 Prozent im Grand Prix beim CDI 3* in Deauville erreichen konnten. Die beiden hatten im April dieses Jahres ihr Debüt auf Grand Prix-Niveau beim CDI 3* in Sint-Truiden.
  • Corentin Pottier und Gotilas du Feuillard (elfjähriger KWPN-Wallach v. Totilas-Ferro), die Frankreich bei der WM der jungen Dressurpferde 2018 vertraten, wo sie Zwölfte in der Finale der Siebenjährigen waren. Ihr bestes Ergebnis im Grand Prix sind die 70,565 Prozent, die sie beim CDI 3* in Hagen bekamen.

„Diese Saison waren die Paare besonders präsent auf internationalen Turnieren“, erklärte Equipechef Jean Morel. „Dadurch konnten wir die Bandbreite aller unserer Pferde sehen und schließlich diese Auswahl treffen. Wir haben ein junges Team mit drei neuen Pferden und Reiter, für die es die erste Meisterschaft ist, und Morgan Barbançon Mestre die die Spitzenreiterin der Gruppe ist und die ganze Erfahrung der großen Meisterschaften hat. Ich möchte den Reitern und Besitzern für ihr Vertrauen und Engagement für das französische Team danken. Unsere Ziele sind wirklich, Paare auszubilden und sie im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2024 in Paris Erfahrung sammeln zu lassen, durch diese Meisterschaft aber auch durch die zukünftigen internationalen Turniere.“

Team Voltigieren für die WM

  • Bei den Damen: Manon Moutinho, die diese Saison das Weltcup-Finale in Leipzig und das CVIO 4* in Aachen gewinnen konnte
  • Bei den Herren: Lambert Leclezio, der die drei letzten Weltmeisterschaften gewonnen hat sowie auch die EM 2019
  • Ebenfalls bei den Herren: Quentin Jabet, letzte Saison war er Vierter bei der WM in Budapest.
  • Die Gruppe „Team Frankreich“, die u.a. aus den drei vorgenannten Einzelsportlern besteht

Para-Dressur-Team für Frankreich

Die Mannschaftsaufstellung für die Para-Dressur ist die gleiche als bei den Olympischen Spielen letztes Jahr. Die ausgewählten Paare sind:

  • Anne-Frédérique Royon und Quaterboy LH in Grade I, deren bestes Ergebnis im Individual Test 70,774 Prozent war
  • Céline Gerny und Rhapsodie in Grade II, die bei ihren bisher letzten internationalen Turnier 71,667 Prozent im Individual Test bekamen
  • Chiara Zenati und Swing Royal in Grade III, die letztes Jahr Fünfte im Individual Test der Olympische Spiele waren und sich so für die Kür qualifiziert hatten.
  • Vladimir Vinchon und Fidertanz For Rosi in Grade IV, die in Tokio 71,525 Prozent im Team Test erreichen konnten.

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