Future Champions: Kür-Siege für Schmitz-Morkramer, Miesner und Collin und weitere Ergebnisse

Future Champions 2022

Future Champions 2022 (© Future Champions 2022)

Bei den Future Champions in Hagen, dem wichtigsten internationalen Turnier für Dressur- und Springen-Nachwuchsreiter in Deutschland, standen am Sonntag noch die Großen Preise und Küren an. Dreimal ging der Sieg an Deutschland, im Springen gab es zwei zweite Plätze.

Die Dressurreiter zeigten sich bereits das ganze Wochenende über bestens aufgelegt und konnten diese Erfolgsserie am Sonntag bis zum Ende fortsetzen. Im Kür-Finale der I-Ponytour ging der Sieg an Lilly Marie Collin und ihren erst siebenjährigen westfälischen Ponyhengst Cosmo Callidus NRW. Die Vorstellung des Cosmopolitan NRW-Sohns und seiner Reiterin wurde von den Richtern Malgorzata Pawlowska (POL) bei E, Jean-Michel Roudier (FRA) bei C und Cesar Torrente (COL) bei M mit insgesamt 78,4 Prozent bedacht. Das bedeutete in der ersten internationalen Saison für sowohl die 14-jährige Reiterin als auch Pferd ersten internationalen Sieg. Auch die folgenden fünf Plätze wurden von deutschen Reitern belegt. Platz zwei ging an Mia Allegra Lohe/Tovdals Golden Future Imperial (77,45 Prozent) gefolgt von Franziska Roth mit Daily Pleasure WE und 77,258 Prozent.

In der O-Tour hatte bei den Ponys Carolina Miesner die Nase vorn. Sie bestritt die finale Kür im Sattel von Novellini, einem zehnjährigen Wallach v. Nancho’s Noble Classic. Für die Vorstellung des Paares vergaben die Richter 78,383 Prozent, darunter B-Noten bis 83 Prozent. In dieser Prüfung saß Cesar Torrente (COL) bei E, Cornelia Hinsch bei C und Alban Tissot (FRA) bei M. Auch hier besonderer Grund zur Freude, denn auch für dieses Paar besiegelte dieses Ergebnis den ersten Sieg auf internationalem Parkett. Rang zwei sicherte sich Julie Sofie Schmitz-Heinen mit Carleo GO v. Constantin mit 77,967 Prozent. Die Italienerin Virginia Spönle ritt Coer Noble auf den dritten Platz mit 77,442 Prozent.

Bei den Jungen Reitern gab es den ebenfalls ersten internationalen Sieg für Helena Schmitz-Morkramer mit DSP Lifestyle und einem Ergebnis von 79,3 Prozent. Hier saßen am Richtertisch Alban Tissot (FRA) bei E, Jacques van Daele (BEL) bei C und Michael Osinski (USA) bei M. Damit setzte sich die 20-Jährige mit dem zwölfjährigen Lord Fantastic-Sohn gegen die Konkurrenz durch. Das Nachsehen hatte die Dänin Sophia Ludvigsen mit Blue Hors Elliott mit Rang zwei und 77,933 Prozent. Dahinter platzierte sich Lucie-Anouk Baumgürtel mit Hugo an dritter Stelle mit 76,042 Prozent.

Springen: Zweite Plätze für Tony Stormanns und Johann Greve

Bei den Springreitern starteten die U14-Reiter mit ihren Großpferden in den „Großen Preis-Sonntag“. Aus deutscher Sicht lief es dort am besten für Tony Stormanns mit der zwölfjährigen Diamant de Revel-Tochter Dia Nova. Sie qualifizierten sich als eines von 13 Paaren fürs Stechen und blieben dort fehlerfrei in der Zeit von 39,95 Sekunden: Platz zwei! Renske van Middendorp und Dos Lunas Galaxie aus den Niederlanden waren nochmal fast eine Sekunde schneller und holten sich damit den Sieg. Weitere Platzierungen heimsten in der Prüfung Hennes Mühlenbeck (Rang vier), Vieca Sofie Bade (Rang sieben), Tippi Heineking (Rang neun) und Jolie Marie Kühner (rang zehn) ein. Maximiliane Fimpel war mit Rang 13 ebenfalls noch in der Platzierung.

Weiter ging es mit den Ponys. Nur fünf der 36 Paare schafften den Einzug ins Stechen. Auf Sicherheit ritt die einzige deutsche Stechteilnehmerin Antonia Häsler, und wurde mit Clarissa NRW und der Zeit von 56,14 Sekunden Fünfte. Rund acht Sekunden schneller waren die Sieger der Prüfung unterwegs und ließen dabei ebenfalls alle Stangen in ihren Auflagen, die Britin Noora von Bülow und Elando van de Roshoeve. Noch in die Platzierung dank eines flotten Vier-Fehler-Umlaufs schaffte es die Preis der Besten-Siegerin Carlotta Merschformann mit Black Pearl NRW.

Im Großen Preis der Jungen Reiter, der als Wertungsprüfung für die Young Riders Tour zählte, gelang Seamus Hughes Kennedy aus Irland mit Cuffesgrange Cavadora nicht nur der schnellste Null-Fehler-Ritt im Umlauf, sondern auch im Stechen. Dort kämpften neben diesem Paar nur drei weitere um den Sieg. 48,46 Sekunden lautete die Zeit des siegreichen Paares. Die Plätze zwei und drei wurden deutschen Reitern zuteil. Johann Greve und die elfjährige Holsteiner Stute Caressina v. Carrico belegten Platz zwei (0/51,97 Sekunden). Matthis Westendarp ging mit dem 14-jährigen westfälischen Wallach Chillert Blue v. Chacco-Blue volles Risiko, nahm aber unterwegs eine Stange mit (4/48,07 Sekunden). Dennoch ist er mit diesem Ergebnis aktuell Führender in der Gesamtwertung der Young Riders Tour nach sieben von acht Etappen!

Weitere Platzierungen gab es aus deutscher Sicht für Paul Ripploh (Rang fünf), Henrike-Sophie Boy (Rang sechs), Henrike Ostermann (Rang sieben), Thies Johannsen (Rang acht), Emilia Löser (Rang zehn) und Calvin Böckmann (Rang zwölf).

Alle Ergebnisse von den Future Champions finden Sie hier.

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