Graz: Weltcup-Finale der Voltigierer mit Sieg für Andreani, dem deutschen Pas de Deux und Plätzen für die Herren

Als der Franzose Nicolas Andreani vor wenigen Tagen ankündigte, seine erfolgreiche Voltigierer-Karriere nun zu beenden, sagte er, er wolle das mit einem Weltcup-Titel tun. Das ist ihm gelungen beim Finale in Graz. Ein anderer Titel ging nach Deutschland.

Mit einem Endstand von 8,964 Punkten holte sich Nicolas Andreani auf Just a Kiss an der Longe von Marina Joosten Dupon den letzten Titel seiner Laufbahn, die zuvor schon mit einer Welt- und einer Europameisterschafts-Goldmedaille gesegnet gewesen war.

Die Plätze zwei und drei bei den Herren gingen nach Deutschland. Thomas Brüseiwitz erturnte sich auch dem von Patric Looser longierten Danny Boy Rang zwei mit 8,726 Zählern. Bei Julian Wilfing auf Luino an der Longe von Alexander Zebrak wurden es 8,546 Punkte und damit die drittbeste Leistung. Viktor Brüsewitz wurde Sechster der sechs Teilnehmer auf Landar (L.: Petra Cinerova, 7,767).

Bei den Damen setzte sich die Österreicherin Lisa Wild vor heimischem Publikum mit 9,018 Punkten durch. Sie turnte auf Robin an der Longe von Nina Rossin. Platz zwei ging ins Nachbarland, die Schweiz. Simone Jäiser und Luk zeigten an der Longe von Rita Bliske Leistungen, die mit einer Gesamtnote von 9,008 belohnt wurden knappes Rennen! Deutlich dahinter platzierte sich mit 8,631 Punkten Italiens Anna Cavallaro auf Harley, longiert von Nelson Vidoni.

Die einzige Deutsche unter den fünf Damen war die Hamburgerin Kristina Boe. Auch hier stand Alexander Zebrak an der Longe von Luino. Mit einer Durchschnittsnote von 8,079 belegte das Trio den vierten Platz.

Das Pas de Deux wurde zur leichten Beute von Gera Marie Grün und Justin van Gerven auf Danny Boy, longiert von Patric Looser. Die beiden Kölner waren eines von nur zwei Paaren in dieser Prüfung und ließen mit einer Bewertung von durchschnittlich 7,872 Punkten ihre Konkurrenten aus den Niederlanden, Carola und Esther Sneekes auf Nolan (L.: Marjo Sneekes) deutlich hinter sich. Die kamen nämlich auf 7,204 Punkte im Mittel.

Wieso nur zwei Paare in dieser Konkurrenz am Start waren, erklärt die FN: Die Vize-Weltmeister Pia Engelberty und Torben Jacobs hatten ihre Teilnahme am Finale in Graz schon vor mehreren Wochen aus terminlichen Gründen absagen müssen. Daraufhin waren gleich drei Paare aus Österreich die klaren Favoriten. Beim großen Wettstreit im Heimatland ging dann allerdings kein einziges Duo aus der Alpenrepublik an den Start. Die Sieger der Qualifikationsetappen von München und Leipzig Stefanie Millinger und Evelyn Freund aus Salzburg mussten verletzungsbedingt zurückziehen. Für die weiteren Starter war die Organisation der Teilnahme nach Informationen im Grazer Pressebüro nicht möglich. Für das Publikum in der Steiermark das große Begeisterung für die Premiere der Voltigierer zeigte war dieser Umstand ein Wermutstropfen. Und auch für die strahlenden Sieger am Ende war der Triumph nicht vergleichbar mit einem Wettstreit gegen die gesamte Konkurrenz. „Wir haben immer gesagt, dass wir hier anreisen und das Ziel haben zu gewinnen. Das ist uns schließlich gelungen und darauf sind wir stolz. Aber natürlich wäre es toll gewesen, wenn hier alle Starter da gewesen wären“, gab Looser zu Protokoll. Für die Deutschen Bundessieger anno 2013 war die fehlende Konkurrenz vor allem aus mentaler Sicht keine leichte Situation. „Wir waren hier als Herausforderer angereist und dann plötzlich die klaren Favoriten“, sagte Justin van Gerven. Ein Sturz im ersten Durchgang hinderte die Deutschen am noch deutlicheren Triumph.

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