Gute Chancen für deutsche Voltigierer im Weltcup-Finale

Reitturnier, FEI World Cup

In Dortmund hatte Jannis Drewell 2017 seinen ersten Weltcup-Titel der Voltigierer geholt. (© von Korff)

Vom 22. bis 25. März treffen in der Dortmunder Westfalenhalle beim SIGNAL IDUNA CUP die momentan erfolgreichsten Voltigierer aufeinander. Aus Deutschland haben gleich neun Athleten die Qualifikation für das Weltcup-Finale geschafft.

Bei sechs Turnieren in ganz Europa konnten die Athleten Punkte für den Weltcup sammeln. Jeweils die besten sechs Damen und Herren, sowie vier Pas-de-Deux dürfen in Dortmund antreten. Fast die Hälfte des Teilnehmerfeldes geht dabei unter deutscher Flagge an den Start, eine sehr gute Bilanz für Bundestrainerin Ulla Ramge und Disziplintrainer Kai Vorberg. Letzterer war vor seiner Trainertätigkeit selbst Profisportler, konnte unter anderem zweimal den Weltmeistertitel bei den Herren holen und war achtmal Deutscher Meister. Inzwischen wurde er zum Voltigiermeister ernannt.

Kopf-an-Kopf-Rennen bei den Damen

Die Deutsche Kristina Boe hatte den Platz ganz oben auf dem Treppchen in den letzten beiden Jahren nur knapp verfehlt, sie wurde jeweils Zweite. Die amtierende Europameisterin musste bei den Qualifikationen auf Ersatzpferde zurückgreifen, kann in Dortmund nun aber wieder auf ihr Erfolgspferd Don de la Mar an der Longe von Winnie Schlüter setzen. Im Finale trifft die 30-jährige Unfall-Chirurgin auf Nadja Büttiker aus der Schweiz, mit der sie sich bei den letzten Turnieren einen spannenden Zweikampf geliefert hatte. Boe gibt sich jedoch zuversichtlich. So lautet ihr Motto: „Vollgas von der ersten bis zur letzten Sekunde.“

Das erste Mal im Weltcup Finale dabei ist Corinna Knauf. Die dreifache Deutsche Meisterin ist nach einer Knie-Operation nun wieder fit und wird von ihrer Schwester Alexandra Knauf als Longenführerin unterstützt. Die deutschen Damen werden außerdem gegen Manon Noël (FRAU), Ilona Hannich (CHE) Carola Sneekes (NLD) antreten.

Die Konkurrenz bei den Herren

Titelverteidiger Jannis Drewell möchte seinen Vorjahreserfolg wiederholen. Der 26-jährige Sportsoldat konnte die Weltcup-Qualifikation in Salzburg gewinnen und ist amtierender Deutscher Meister. Mit seiner Mutter Simone Drewell als Longenführerin und dem 20-jährigen Diabolus als vierbeinigem Sportpartner an seiner Seite, fühlt er sich gut vorbereitet: „Wir sind wahrscheinlich das eingespielteste Team von allen.“

Die Konkurrenz aus den eigenen Reihen schläft jedoch nicht: Jannik Heiland konnte zuletzt die Qualifikation in Leipzig gewinnen, im letzten Jahr turnte er im Finale zu Platz drei. Komplettiert wird das deutsche Herren-Trio von Viktor Brüsewitz, für den die Teilnahme am Finale bereits ein großer Erfolg ist – in den vergangenen drei Jahren hatte er die Qualifikation verpasst. Der 28-jährige sieht sich selbst daher eher in der Außenseiterrolle.

Zum Kreis der Favoriten zählt hingegen Lukas Heppler. Der Schweizer konnte die Stationen in Offenburg und Madrid (ESP) für sich entscheiden. Clément Taillez aus Frankreich und der Ungar Balázs Bence wollen ebenfalls im Finale angreifen. 

Erfolgsaussichten im Pas-de-Deux

Zwei Paarungen werden im Pas-de-Deux die deutschen Farben vertreten. Als amtierende Deutschen Meister und aktuell Führende im Weltcup-Ranking, haben Theresa-Sophie Bresch und Torben Jacobs gute Chancen auf den Sieg. Nach Platz vier und drei in den vergangenen Jahren, wollen sich nun auch Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes ganz nach vorne kämpfen. Dennoch steht bei den Beiden auch die Freude am Sport im Vordergrund: „Wir wollen das Publikum begeistern und Spaß haben.“

Aus der Schweiz kommen sowohl Zoe Marucchio und Syra Schmid, als auch Marina Mohar und Céline Hofstetter. Ob der Sieg in Deutschland bleibt oder doch ins Nachbarland geht, zeigt sich dann in etwa einer Woche.

Einen Zeitplan für das Finale und weitere Informationen finden Sie hier.