Hamburg: Tod eines zweiten Pferdes überschattet Derby-Sieg von Laccario

Hamburg, Laccario mit Eduardo Pedroza gewinnt das IDEE 150. Deutsche Derby

Laccario gewinnt das Hamburger Galoppderby 2019. (© Sorge/www.galoppfoto.de)

Gestern ging die Hamburger Derby-Woche mit einem Favoritensieg beim 150. Deutschen Derby zu Ende. Spannendem Sport standen zwei Unfälle gegenüber, die beide involvierten Pferde das Leben kosteten.

Der Derby-Sieger 2019 heißt Laccario. Unter Jockey Eduardo Pedroza flog der 3:1 Favorit vom Gestüt Ittlingen unbehelligt als Sieger über die Ziellinie. Am Ende hatte Laccario mehr als eine Pferdelänge Vorsprung. Damit ist der Scalo-Sohn 2019 ungeschlagen. Es war für ihn der vierte Sieg in seinem fünften Rennen.

Eduardo Pedroza musste lange auf diesen Erfolg warten. Seit 2000 war er 16 Mal in Hamburg am Start gewesen, aber nie konnte er gewinnen. Nun war es so weit. Für Trainer Andreas Wöhler war es der fünfte Sieg im Deutschen Derby nach denen von Pik König, Belenus, Waldpark und Isfahan. Für den Besitzer des Gestüts Ittlingen bedeutete Platz eins ein Plus von 390.000 Euro auf seinem Konto.

Zweites totes Pferd

Der Jubel über den Erfolg von Laccario hatte jedoch einen schalen Beigeschmack. Zwei Pferde kamen 2019 auf der Rennbahn Hamburg-Horn ums Leben. Wie schon 2018. Dieses Jahr traf es ein Pferd, das am Mittwoch das traditionelle Seejagdrennen mitging, Captain von Trappe. Der Wallach verlor im See seinen Jockey, stürmte dann zunächst reiterlos mit dem Feld mit und versuchte dann, die Absperrung zu überspringen. Dabei verletzte er sich so schwer, dass er noch vor Ort starb. Genickbruch war die Diagnose der Tierärzte.

Bei dem zweiten toten Pferd handelte es sich um den fünfjährigen Hengst Gepard. Tierarzt Dr. Klaus Weigand erklärte gegenüber der Hamburger Morgenpost, Gepard sei „ohne Fremdeinwirkung auf der Rennbahn umgeknickt“. Dabei habe er sich Fessel- und Röhrbein gebrochen. Der Hengst musste vor Ort eingeschläfert werden.

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