Herford: Rasante Geländerunden der Zwei- und Vierspänner auf EM-/WM-Kurs

Dirk Gerkens fuhr bei vier Toren Bestzeit

(© Dirk Gerkens fuhr bei vier Toren Bestzeit)

Auf dem Hof Meyer zu Hartum im ostwestfälischen Herford geht es an diesem Wochenende unter anderem um die EM- und WM-Tickets bzw. die erste Sichtung der Fahrer. Heute war der Geländetag, an dem sich erwartungsgemäß die Kaderfahrer in Szene setzen konnten.

Pony-Zweispänner

Das Podium in dieser Prüfung ging komplett an Kaderfahrer. Ohne
Hindernisfehler und mit einer schnellen Phase A siegte hier Niels
Kneifel (RFV Wunstorf). Zweiter wurde Jan-Felix Pfeffer, der in
Hindernis 1 Bestzeit gefahren war. Dritter wurde der Mindener Christof
Weihe. In der Kombinierten Wertung führt Pfeffer vor Dieter Baackmann
und Christof Weihe. Baackmann war Fünfter im Gelände.

Pony-Vierspänner
Auch hier machten die Kaderfahrer die Sache unter sich aus. Mit knapp
vier Punkten Vorsprung gewann Thomas Bär, dessen Nerven allerdings erst
besonders strapaziert wurden: Noch vor dem ersten Hindernis musste Bär
warten, bis es wieder instand gesetzt worden ist. „Der Bundestrainer
hatte mir vorher gute Tipps gegeben, wie ich in einer Zwangspause die
Konzentration bewahre, das war sehr wertvoll“, sagte der junge Fahrer
anschließend. Zweiter wurde Steffen Brauchle, der in zwei Hindernissen
Fehler hatte. „Hindernis 5 ist aber wirklich eng, und mit einem
unerfahrenen Pferd im Gespann wird’s schwierig“, sagte Brauchle. Dritter
wurde Tobias Bücker, der mit seiner Runde zufrieden war. In der
Kombinierten Wertung führt Brauchle vor Bücker und Dressur-Sieger Dieter
Höfs. Höfs hatte ein junges Pferd im Gespann, das erst seine zweite
Geländefahrt überhaupt absolvierte.

Pferde-Zweispänner

Sebastian Warnecks Schimmel zogen heute wahrlich an einem Strang!

Sebastian Warnecks Schimmel waren heute sichtlich fit im Herforder Gelände! Foto: RuFV Herford (© Sebastian Warnecks Schimmel zogen heute wahrlich an einem Strang!)

Eine ganz knappe Sache war die Entscheidung bei den Pferde-Zweispännern:
die ersten drei Fahrer haben alle eine 68 vor dem Komma stehen. „Einfach
nur k.o.“ war Sebastian Warneck, nachdem er mit beiden Gespannen durchs
Gelände war. Doch die Anstrengung hat sich gelohnt: Erster und vierter
Platz! Mit seinem Vize-Weltmeister-Gespann landete Warneck ganz vorn,
unter anderem dank Bestzeiten an drei von den sieben Hindernissen.
Zweiter wurde Marco Freund, der voller Stolz auf seine Pferde war: „Die
beiden haben hammermäßig mitgemacht.“ Auch seinen Respekt vor Hindernis
1, dem Herforder Wall, haben die beiden ihm nehmen können. Dritter wurde
Arndt Lörcher, der sich darüber freute, dass er in jedem Hindernis die
Ideallinie getroffen hatte. In der kombinierten Wertung liegt Freund
vor Warneck und Lörcher.

Pferde-Vierspänner

Hier gab es einen schönen Erfolg für einen Fahrer aus der Region: Dirk
Gerkens aus Paderborn, Mitglied des B-Kaders, ließ sein Gespann richtig
gehen. In vier Hindernissen holte er die Bestzeit, entsprechend
zufrieden war er nach seiner Vorstellung. Dicht auf den Fersen war ihm
Christoph Sandmann, der in den restlichen drei Hindernissen die Bestzeit
fuhr. Und hätte Sandmann nicht an Hindernis drei nach einem kleinen
Missverständnis mit seinen Pferden einen Ball heruntergestoßen, wäre er
vorn gewesen. Dritter wurde Andreas Wintgens. Vor dem Kegelfahren führt
in der Kombinierten Wertung Sandmann vor Mareike Harm (Achte im Gelände
mit zwei Hindernisfehlern) und Rainer Duen.