Hop and Skip und Harry Klugmann in der Hall of Fame

Dirk Schrade und Hop and Skip

Dirk Schrade und Hop and Skip (© Foto: Pauline von Hardenberg)

Neben dem Titel der Deutschen Meisterschaft werden in Luhmühlen traditionell auch große Persönlichkeiten des Sports gewürdigt. In diesem Jahr waren die Glücklichen Dirk Schrades Hop and Skip und Harry Klugmann, die in die Hall of Fame aufgenommen werden.

In die Hall of Fame aufgenommen zu werden, ist eine Ehre. In jedem Jahr des internationalen Vielseitigkeitsturniers in Luhmühlen kommen ein Pferd und ein Reiter dazu. Zurecht traf es in diesem Jahr den mittlerweile 18-jährigen Hop and Skip v. Skippy II, mit dem Dirk Schrade viele Erfolge feierte. Der Fuchswallach, der aus der Zucht der britischen Springreiterin Tina Fletcher stammt, wurde vom Australier Stephen Way in den Sport gebracht. Im Jahr 2009 ging er dann zum Japaner Kenki Sato, der unter anderem im Jahr 2010 mit ihm in Lexington Platz 35 belegte.

Das Pferd mit der eigenwilligen Art zu springen

Als Hop and Skip dann verkauft werden sollte, fand Dirk Schrade in Freya Rethmeier aus Horn-Bad Meinburg eine Sponsorin. Das war der Beginn einer guten Reiter-Pferd-Partnerschaft. Schrade und Hop and Skip beendeten gemeinsam 49 Prüfungen. Davon hatte das Paar nur einmal einen Hindernisfehler im Gelände. „Wir hatten selten einen besseren Pathfinder für das deutsche Team“, betonte Hans Melder bei der Berufung in die Hall of Fame. Außerdem sagte der erst gestern zum Reitmeister ernannte Melzer: „Wenn er beim Bundeschampionat gegangen wäre, hätten wir und nicht getraut, eine Note zu vergeben“, so eigenwillig war seine Art zu springen. Dirk Schrade und Baxter, wie der Fuchs im Stall genannt wird, konnten zwei Mannschafts-Goldmedaillen bei Europameisterschaften (2013 und 2015) gewinnen. Außerdem gab es Mannschaftsgold bei der Weltmeisterschaft in der Normandie 2014. Das CHIO in Aachen 2016 war das letzte Turnier von Hop and Skip. Nun ist der 18-jährige Wallach bei seiner Besitzerin und genießt seinen wohlverdienten Ruhestand.

Ein Mann mit besonderem Teamgeist

Nicht nur Hop and Skip wurde in die Hall of Fame aufgenommen. Auch Harry Klugmann wurde für seine sporlichen Leistungen und seinen besonderen Teamgeist geehrt. Der besonders in den Siebziger-Jahren erfolgreiche Klugmann wurde von Hans Nagel (Bielefeld) für seinen einzigartigen Teamspirit und seine Fairness gegenüber Teamkameraden und Pferden gelobt. Beispielsweise stellte er seinem Teamkollegen Horst Karsten bei der EM 1979 eines seiner Pferde zur Verfügung, da das von Horst Karsten ausgefallen war. Horst Karsten wurde Achter, Harry Klugmann 38. „Das stelle man sich heute einmal vor“, sagte Hans Nagel.

Klugmanns größte Erfolge

Doch nicht nur die Persönlichkeit von Harry Klugmann ist eine besondere. Auch seine sportlichen Erfolge sind es. Im Jahr 1971 wurde er zum ersten Mal Deutscher Meister. Dazu kamen ein weitere Titel und zwei Vize-Titel. Außerdem war er fünfmal Teammitglied der deutschen Equipe bei Europameisterschaften. Davon gewann er 1973 Mannschaftsgold in Kiew, 1975 in Luhmühlen Mannschaftsbronze und 1977 in Burghley Mannschaftssilber. Hinzu kam außerdem der Titel des Mannschafts-Vizeweltmeisters 1978 in Kentucky/Lexington. Der größte Erfolg war die Mannschafts-Bronzemedaille bei Olympia 1972 in München.