Joseph O’Brien gewinnt als jüngster Trainer der Geschichte den Melbourne Cup

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Featurebild Galopprennen

Der Melbourne Cup in Australien ist eines der renommiertesten Pferderennen der Welt, dotiert mit umgerechnet rund 3,9 Millionen Euro. Die Auflage 2017 ist eine historische. Denn das Siegerpferd Rekindling war nicht nur das jüngste Pferd im Feld, sondern hat auch den jüngsten Trainer aller Zeiten an seiner Seite.

Denn Rekindlings Trainer Joseph O’Brien ist erst 24 Jahre jung. Er sorgte gleich in mehrfacher Hinsicht für Schlagzeilen beim Melbourne Cup 2017: Er ist nicht nur der jüngste Trainer, der seit 157 Jahren das geschichtsträchtigen Rennen gewonnen hat, sondern verwies auch das Pferd seines Vater Aiden O’Brian namens Johannes Vermeer auf den zweiten Platz. Aidan O’Brien selbst ist eine Legende im Turfsport.

Noch auf der Zielgeraden lag Johannes Vermeer vorne, doch auf den letzten Metern sammelte Josephs Schützling Rekindling dann noch einmal alle Kräfte und schob sich an dem Konkurrenten vorbei. Mit einer guten Halslänge Abstand gewann damit das jüngste Pferd, trainiert vom jüngsten Trainer vor dem eigenen Vater.

Über den neuen Startrainer

Joseph O’Brien wuchs als Sohn des weltweit bekannten Trainers Aiden O’Brien quasi auf der Rennbahn auf. Bis 2016 nahm er selbst als Jockey an Galopprennen teil, entschied sich dann aber Anfang 2016, sich auf seine Karriere als Trainer zu konzentrieren. „Es ist viel mehr Arbeit, einen Gewinner zu trainieren als einen Gewinner zu reiten“, sagt er in einem Interview.

Doch ganz offensichtlich zahlt sich die Arbeit aus: Erst seit Anfang des Jahres trainiert er den dreijährigen Hengst Rekindling und dieser überzeugte bald in seinen ersten Rennen. „Rekindling war sehr einfach zu trainieren. Er ist kein großes Pferd und macht nicht viel Arbeit, wir müssen ihn einfach nur ausgeruht ins Rennen schicken“, erklärt der junge Trainer und verweist damit auch gleichzeitig auf sein Team, dem er die gesamte Betreuung im Vorfeld in Australien übertragen hatte. Er selbst reiste direkt vom Breeders Cup in den USA nach Melbourne, weshalb er erst 24 Stunden vor dem Rennen die Betreuung seines Schützlings übernehmen konnte.

Dies ist erst sein zweiter Besuch in Down-Under. Mit 15 Jahren begleitete er schon einmal seinen Vater zum Melbourne-Cup, den dieser jedoch noch nie gewinnen konnte. Diese Zeit ist O’Brien wenig prägnant im Gedächtnis geblieben. Ganz anders sieht es nach diesem Jahr aus: „Ich werde mich für den Rest meines Lebens an den 7. November 2017 erinnern!“

Das Rennen

Der Melbourne Cup wird über eine Strecke von 2,3 km ausgetragen und ist mit einem Preisgeld von ca. 6 Millionen australischen Dollar das höchstdotierte Pferderennen in Australien und eines der renommiertesten der Welt. Jährlich zieht das Spektakel tausende Besucher am ersten Dienstag des November auf den Flemington Racecourse im Norden Melbournes. Seit 1875 ist der Tag in der Stadt und Umgebung sogar ein offizieller Feiertag. Gerne wird dieses sportliche Highlight auch dazu genutzt, Wetten im Freundes- oder Bekanntenkreis abzuschließen und sich dann gemeinsam die Wettkämpfe im traditionellen Outfit anzusehen.

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