Keine Polo Trophy beim CHI Donaueschingen

Polo

Bis jetzt waren es ausschließlich Polopferde, die sich mit Equiner Infektiöser Anämie angesteckt haben (© www.toffi-images.de)

Das Traditionsturnier CHI Donaueschingen hat sich gegen eine Ausrichtung der Polo Trophy entschieden. Der Grund: Infektiöse Anämie.

Traditionell vereint das CHI Donaueschingen Prüfungen aus den Disziplinen Dressur, Springen, Fahren und Polo. In diesem Jahr werden erstmalig Vielseitigkeits-Prüfungen ausgetragen. Die Infektiöse Anämie hat der Werbung, dass Spitzensport in fünf Disziplinen stattfindet, jetzt einen Strich durch die Rechnung gemacht. ESCON-Marketing-Chef Kaspar Funke bestätigte gegenüber St.GEORG: „Polo findet in diesem Jahr nicht statt. “

Risiko zu hoch

Neben dem Polo Cup, der alljährlich im Sommer in Donaueschingen ausgetragen wird, wird seit 2011 auch im Rahmen des CHI um die Polo Trophy gespielt. „Die Austragung des Polo Cups war unproblematisch, es waren ausschließlich Polopferde auf der Anlage untergebracht. Jetzt ist die Situation eine andere. Bei so vielen Pferden ist uns das Risiko einfach zu hoch“, erklärte Pressesprecherin Christa Pfeffer. Bei der Veranstaltung im Juni sei ein gültiger Coggins-Test Pflicht gewesen, aber selbst das reiche jetzt nicht mehr aus, wenn so viele Pferde aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen kommen. „Abgesehen davon, hat das Veterinäramt die Empfehlung ausgesprochen, die Polo Trophy nicht stattfinden zu lassen. Der sind wir nachgekommen, aber wir hätten uns auch ohne Empfehlung gegen eine Ausrichtung entschieden.“

Infektiöse Anämie grassiert

Ursprung allen Ärgers ist die Infektiöse Anämie. Ihr sind seit Juni diesen Jahres deutschlandweit mindestens 16 Polopferde zum Opfer gefallen. Der erste Fall wurde am 8. Juni gemeldet, ein Polopferd aus dem Landkreis Verden musste eingeschläfert werden. Seitdem mussten Pferde in Düsseldorf, der Grafschaft Bentheim, Hamburg, Tagmersheim, den Niederlanden und der Schweiz euthanasiert werden. In den meisten Fällen zeigten die betroffenen Pferde nichtmal Krankheitserscheinungen. Trotzdem müssen infizierte Pferde eingeschläfert werden, da es sich immer noch um eine Seuche handelt. In unserer aktuellen Ausgabe, die sie hier kaufen können, haben wir mit Experten über die Krankheit und ihre Folgen gesprochen.

St.GEORG GRATIS LESEN!

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist! Das bietet der
St.GEORG Newsletter. Jetzt abonnieren und Sie erhalten eine Ausgabe
St.GEORG als ePaper gratis - zum immer und überall lesen.