Kentucky zieht seine Bewerbung für die Weltmeisterschaften 2022 zurück

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Mannschaftsbronze bei den Weltmeisterschaften 2010 in Kentucky: Anabel Balkenhol und Dablino. (© Rau)

Nach Abstimmung hat die Leitung des Kentucky Horse Park entschieden, sich nun doch nicht erneut für die Weltmeisterschaften des Weltreiterverbandes FEI zu bewerben.

Es hatte einen Abstimmung innerhalb der Kentucky Horse Park Kommission darüber gegeben. Zusammen mit Samorin in der Slowakei war Kentucky ein aussichtsreicher Kandidat für den Zuschlag. 2010 hatte das US-amerikanische Pferdesportmekka schon einmal die Weltmeisterschaften ausgerichtet.

Zur Begründung für den Rückzug der Bewerbung hieß es in einer Pressemitteilung, dass einige Mitglieder der Kommission besorgt waren, die Weltmeisterschaften könnten die langfristigen Ziele des Parks gefährden. „Wir sind verpflichtet, uns gut um den Kentucky Horse Park zu kümmern“, hieß es vom Kommissionsvorsitz. „Wir sind nicht der Meinung, dass es wirtschaftlich möglich ist, die Spiele 2022 auszurichten.“

Damit ist nun Samorin der einzige Bewerber. Ob die FEI den Bewerbungsprozess nun erneut anstößt, bleibt erst einmal abzuwarten. Wie kostspielig die sogenannten „Weltreiterspiele“ über fast zwei Wochen für die Gastgeber sind, wurde der Allgemeinheut spätestens bewusst, als Bromont die Gastgeberrolle für die WM 2018, die sie eigentlich schon fest zugesagt hatte, zurückgeben musste. Nun ist das Tryon International Horse Center in den USA eingesprungen und der allgemeine Tenor der Sportler, die dort bereits waren ist große Begeisterung. Dort ist die notwendige Infrastruktur für ein derartiges Event bereits vorhanden. Muss diese erst geschaffen werden, ist es schwierig. Wohl daher hat die FEI es nicht ganz leicht, immer wieder Ausrichter ihrer Flaggschiff-Veranstaltung zu finden.

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