Kisber: Goldrausch für deutsche Fahrer bei der Pony-WM

An ihm und seinen Ponys war kein Vorbeikommen: Steffen Brauchle

Steffen Brauchle in Action. (© Archivbild Julia Rau)

Mit drei Goldmedaillen und einer in Bronze kehren die deutschen Pony-Fahrer von den Weltmeisterschaften im ungarischen Kisber heim.

Bis zum Kegelfahren lagen noch die Niederländer in Führung. Aber sie hatten gerade mal zwei Punkte Vorsprung. Und tatsächlich konnte die deutsche Entourage dem Team Oranje den Niederländern am Ende noch den Sieg abluchsen. Mit 449,66 Minuspunkten sicherten sich Katja Berlage, Fabian Gänshirt, Jan-Felix Pfeffer, Dieter Baackmann, Steffen Brauchle und Sven Kneifel den Platz auf dem obersten Treppchen.

Die Niederländer gewannen Silber mit 454,47 Minuspunkten, gefolgt von der Schweiz (156,92).

Gewertet wurde übrigens so: Jeweils ein Ein-, ein Zwei- und ein Vierspänner-Ergebnis in Dressur, Springen und Gelände flossen ins Ergebnis ein.

Einzelgold für Einspänner-Fahrerin Berlage

Nachdem sie mit ihrem Nordstern’s Störtebecker vor zwei Jahren noch Bronze holte, wurde es diesmal der Weltmeister-Titel für Katja Berlage. Dank einer fehlerfreien Runde konnte sie die Niederländerin Tamara Pijl mit Dex an den Leinen noch vom Thron schubsen. Die gewann Silber vor dem Belgier Gilles Pirotte.

Sandra Schäfer wurde Elfte, Niels Grundmann 14. und Fabian Gänshirt 17.

Vierspänner-Gold an Steffen Brauchle

Bei Steffen Brauchle verlief das Turnier ganz anders. Der Bruder von Mannschaftseuropameister Michael Brauchle setzte sich in zwei Teildisziplinen an die Spitze, führte vor dem Kegelfahren mit rund 13 Punkten Vorsprung.

Seine ärgste Konkurrentin war die Niederländerin Edith Chardon. Die Namensgleichheit ist kein Zufall, die Studentin der Veterinärmedizin ist die Tochter der Fahrsportlegende Ijsbrand Chardon und Schwester von Europameister Bram Chardon. Sie zeigte jedoch Nerven beim Kegelfahren und fiel auf Rang sieben zurück.

Dafür war ihre Landsfrau, die niederländische Meisterin Marijke Hammink, Brauchle im Nacken. Der wollte es besonders gut machen und auf Sicherheit gehen, fuhr entsprechend langsam, hatte aber trotzdem noch einen Ball. So wurde es noch einmal spannend, aber es reichte: Brauchle wurde Weltmeister mit 150,08 Minuspunkten vor Marijke Hammink (151,47) und dem Schweizer Yannik Scherrer (152,72).

Sechster wurde Sven Kneifel, Achter Michael Bügener.

Bronze bei den Zweispännern

Bei den Zweispännern wurde es dann ein Titel für die Niederlande, sogar einen Doppelerfolg dank Rodinde Rutjens, die sich mit 155,89 Minuspunkten gegen ihre Teamkollegin Melanie van de Bunt durchsetzte (152,72).

Für eine deutsche Zweispänner-Medaille sorgte Christof Weihe, der mit 158,20 Minuspunkten Bronze holte. Das Treppchen knapp verpasst hatte Jan-Felix Pfeffer mit 161,26 Minuspunkten. Dieter Baackmann wurde Achter. Birgit Kohlweiss landete auf Platz 15.

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