Leipzig: Showdown der Voltigierer vor dem Weltcup-Finale mit Siegen für Boe und Kaiser

Leipzig – Partner Pferd 2017

Kristina Boe, hier mit Don de la Mar bei der Weltcup-Station in Leipzig 2017, ist neue Deutsche Meisterin. (© sportfotos-lafrentz.de)

Für die Voltigierer war Leipzig die letzte Chance, um Punkte fürs Weltcup-Finale Anfang März in Dortmund zu sammeln. Die Deutschen zeigten sich auch hier in Bestform.

„Alle, die heute auf dem Siegertreppchen standen, sehen wir beim Weltcup-Finale im März in Dortmund wieder“, bestätigt die Bundestrainerin der Voltigierer Ursula Ramge nach der letzten Qualifikationsprüfung in Leipzig. Das ist bei den Damen Kristina Boe, die hier beide Prüfungen gewinnen und somit den Gesamtsieg mit der Endnote 8,469 erringen konnte. Die Vizeweltmeisterin entschied schon die Weltcup-Prüfung im Dezember in Mechelen für sich und ist somit eine der Favoritinnen für das Finale. „Don de la Mar war doch recht beeindruckt von der großen Kulisse in der Leipziger Messehalle“, berichtet Longenführerin Winnie Schlüter, der Sieg fiel dennoch deutlich aus. Mit 8,212 wurde die hoch eingeschätzte Italienerin Silvia Stopazzini Zweite hinter Boe.

Sieg des Titelverteidigers

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Daniel Kaiser bewies in Leipzig, dass er rechtzeitig zur Verteidigung seines Weltcup-Titels in Topform ist! (© sportfotos-lafrentz.de/FEI)

Daniel Kaiser war selbst etwas überrascht von seinem Sieg bei den Herren – obwohl er das Weltcup-Finale 2016 in Dortmund ja gewonnen hatte. Er unterstrich noch einmal die Bedeutung des Leipziger Turniers, das er 2009 und 2010 schon für sich entscheiden konnte, dann aber eine längere Wettkampfpause einlegen musste. Nun meldet er sich erfolgreich zurück, holte sich mit Sir Bernhard von der Wintermühle und Nina Vorberg an der Longe den Gesamtsieg (8,634). Er verwies damit Mechelen-Sieger Jannik Heiland auf Platz zwei, 8,558. Das war nicht selbstverständlich, hatte doch Sir Bernhard eineinhalb Jahre Wettkampfpause und musste auch wieder in den Sport zurück finden.

Neues Paar, neues Pferd aber ein Könner an der Longe

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Haben sich gefunden – Torben Jacobs und Theresa-Sophie Bresch. (© sportfotos-lafrentz.de/FEI)

Patric Looser ist als erfolgreicher Voltigierer noch in bester Erinnerung, heute macht er als Longenführer Furore. So ist er denn maßgeblich beteiligt am Sieg des Duos Theresa-Sophie Bresch / Torben Jacobs im Pas de Deux mit Picardo, Endnote 8,615. „Wie müssen noch an der Feinabstimmung mit Picardo arbeiten“, schildert Theresa-Sophie Bresch ihre Wahrnehmung besonders der zweiten Prüfung. „Heute gab es ein paar Unsicherheiten, wir müssen für das Finale noch an der Kür feilen“, erklärt sie die liegengelassenen Punkte. Unvergessen sind die Vorstellungen von Torben Jacobs mit seiner damaligen Partnerin Pia Engelberty, mit der er 2016 das Weltcup-Finale gewinnen konnte. Bundestrainerin Ramge freut sich, dass er mit Theresa-Sophie Bresch daran anknüpfen kann. Auch Picardo ist noch relativ jung im Spitzensport – gut, einen Patrick Looser als Longenführer zu haben!